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48/2015 «Gut Holz gibt viel Schwein»

Von adminZoZuBo ‒ 27. November 2015

Gut Holz gibt viel Schwein

Beim Säulikegeln des Männerchors kegeln Teilnehmer aus der ganzen Region um ein Stück vom Schwein. Genau 100 Frauen und Männer stemmten heuer an zwei Wochenenden die Kugeln – es waren schon mehr.

Jeder und jede der 32 Frauen und 68 Männer dürfen am Schluss ein Stück vom Schwein abholen. Und die einzelnen Tagessieger werden gar noch mit einem Goldstück belohnt. Kein Wunder, biegen sich die Gabentische jeweils unter der Last von Schinken und Schüfeli, Speckseiten und feinen Schweinsbratwürsten. Ja, das wäre ein Wettkampf für den Gallier Obelix gewesen. Zuerst mit der schweren Holzkugel möglichst viele Römer – pardon Kegel – fällen. Und dann das grösste Stück des geliebten Borstenviehs nach Hause tragen. Wäre er allerdings mit den Sängern des Männerchors so umgegangen wie mit Troubadix, wäre das ungerecht gewesen. Denn der Männerchor-Vortrag war ein Ohrenschmaus – im Gegensatz zum Geplärre des Barden. Zurück zum Kegeln. An der Spitze der Rangliste betätigen sich die üblichen Verdächtigen als Goldgräber. Armin Gubelmann, Tann-Rüti, Philipp Manser, Volketswil und Lorenz Veraguth, Zollikon, gewinnen als jeweilige Tagessieger neben dem leckeren Stück vom Schwein auch 1,25 Gramm Gold. Während am letzten Tag Therese Wyder von der Forch sich goldgeschmückt als Erste am Damentisch bedienen darf. Die Rangliste zeigt, wer über 70 Holz in einer Passe erzielt, gewinnt Gold, wer darunter liegt, hat keine Chance auf den Tages- oder gar Gesamtsieg. Für ihn oder sie bleibt aber immerhin ein schönes Stück vom Säuli.

Zumiker vorne dabei

Auch Zumiker findet man in den Top Ten. Den vierten Rang bei den Herren erkegelt sich mit 68 Holz Rudolf Hardmeier. Bei den Damen landet Marianne Rüegsegger mit 61 Holz als erste Zumikerin ebenfalls im vierten Rang. Bester Männerchörler – und damit Gewinner der Wappenscheibe ist der ehemalige Feuerwehrkommandant Walter Rüegsegger mit 67 Holz. Weil er den Wanderpreis aber in der Vergangenheit schon mehrfach gewonnen hat und deshalb die Scheibe behalten konnte, erhält am Schluss Sänger Willi Schweizer die Scheibe für ein Jahr. Obwohl die Sänger Hermann Zangger und Bruno Fuchs vor ihm klassiert sind – aber auch sie haben schon eine Scheibe zu Hause.

Blut- und Leberwürste – Wein und Bier

Nach der miefigen Luft in der voll besetzten Kegelbahn darf man im Kirchgemeindesaal erst mal durchatmen. Um sich dann guteidgenössisch an Blut- und Leberwürsten oder Schinken mit Sauerkraut gütlich zu tun. Dass da auch dem Reben- und Gerstensaft jeweils zugesprochen wird, ist klar. Schliesslich gilt es, sich für die Preisverteilung zu stärken. Vor der Preisverteilung – und danach als Abschluss des Abends – kommt allerdings noch der Männerchor zum Zuge, respektive zum obligaten Auftritt. «My bonnie is over the ocean» eröffnet den Chor-Vortrag, bevor dann «Bacchus» den Rebensaft lobpreist, «Am Brunnen vor dem Tore» ist bekanntlich eher dem Wasser oder – je nach Sichtweise – dem Lindenblütentee gewidmet. Während «Bajazzo» schlagermässig das Liebesleid besingt. So beendet der Männerchor das Säulikegeln ebenso stimmgewaltig wie stimmungsvoll. Ein Säulikegeln, das auf eine mehr als 20-jährige Tradition zurückblicken kann – und nach wie vor sehr beliebt ist. Auch dank der liebevoll präsentierten Gabentische, die wie immer von Christine Kälin und Margrit Zangger angerichtet wurden. Und auch schon traditionell machte sich die Gesellschaft dann mit verführerisch duftenden kleineren und grösseren Preisen auf den Heimweg. (wn)

 

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