13/2016 Aktive Senioren

Von adminZoZuBo ‒ 1. April 2016

Aktive Senioren

Der Verein Senioren für Senioren Küsnacht-Erlenbach-Zumikon hielt seine Mitgliederversammlung im Katholischen Pfarreizentrum in Küsnacht ab. Wichtiges Traktandum: die Änderung der Vereinsstatuten. Wichtige Erkenntnis: Die Senioren haben mehr Einsatzstunden geleistet.

Auf die Frage, warum man dieses Jahr den Mitgliedern kein Unterhaltungs-programm anbiete, das Seniorencabaret letztes Jahr sei doch gut angekommen, antwortete Vorstand Peter Thut, die Statutenänderungen würden voraussichtlich für genügend «Cabaret» sorgen. Nun, es kam nicht so schlimm wie befürchtet, doch davon später. Präsident Jürg Angst begrüsste die 224 Mitglieder und zahlreichen Gäste, die sich in den Saal gedrängt hatten. 224 Mitglieder, das sind mehr als 10 Prozent der effektiven Mitgliederzahl von 2067. Diese ist im Vergleich zum Vorjahr (2105) leicht zurückgegangen. Der Plafond sei wohl erreicht, meinte Angst. Der Schwund sei auf Wegzüge und – bei den Senioren begreiflich – Todesfälle zurückzuführen. Ausserdem würden viele private Organisationen gut situierte Senioren mit neuen Angeboten wie z. B. Senioren-Spitex umwerben.

Mehr Einsatzstunden

Das Angebot von Senioren für Senioren kommt aber an. Die Zahl der Einsatzstunden stieg leicht von 17 107 im Vorjahr auf 17 244. Zur Erinnerung: Senioren für Senioren ist diejenige Institution, in der jüngere Senioren älteren Senioren für ein bescheidenes Entgelt nützliche Dienstleistungen erbringen, damit diese länger in den eigenen vier Wänden leben können. Es ist also für alle eine «Win-win-Situation», auch für die Gemeinden. Man bedenke nur, was diese 17 000 Stunden kosten würden, wenn sie von der öffentlichen Hand getragen werden müssten oder wenn diese Senioren in Heime ziehen müssten, weil sie den Haushalt nicht mehr bewältigen können.

Fahrdienst für Tierarzt-Besuch

Die rund 17 000 Stunden wurden von 118 Helfenden erbracht, von denen die Jüngste 60 Jahre und der Älteste 86 Jahre alt ist. Das Leistungsspektrum reichte von der Betreuung von älteren Menschen über Boten- und Einkaufsdienste, Arbeiten im Haushalt oder Garten, Steuerberatung und Hilfe bei Computer, iPad und Handy bis zu Begleitdiensten, Kochen und Haustierbetreuung. Sagenhafte 32 555 Kilometer leistete beispielsweise der Fahrdienst. Die Seniorin Ruth Weber erzählte, dass sie jeweils den Fahrdienst in Anspruch nehme, wenn sie mit ihrer Katze zum Tierarzt müsse, denn sie habe kein Auto.

Anton Schallers Appell

Wie bereits seit einigen Jahren begrüsste der bekannte, ehemalige Fernsehmann und Politiker Toni Schaller als Gast die anwesenden Mitglieder. Der Chefredaktor des Seniorenmagazins informierte, dass in Bundesbern eine Rentenkürzung im Gespräch sei. Die Seniorenverbände würden die Entwicklung genau beobachten, um rechtzeitig reagieren zu können. Deshalb sei es wichtig, dass sich die Senioren zusammenschlössen, um als starke Einheit auftreten zu können.

Problemlose Statutenänderungen

Die Traktanden konnten jeweils ohne Gegenstimme abgearbeitet werden, der Vorstand wurde bestätigt, Werner Meier mit Ehrungen und der Ehrenmitgliedschaft aus dem Vorstand verabschiedet und als neues Mitglied im Vorstand Käthi Käser aus Erlenbach begrüsst. Und auch der langjährige Präsident Jürg Angst stellte sich nochmals für eine Amtsperiode zur Verfügung. Unter seiner Präsidentschaft ist der Verein Senioren für Senioren so richtig durchgestartet. Die Rechnung 2015 und das Budget 2016 wurden einstimmig genehmigt, die Mitgliederbeiträge auf dem letztjährigen Stand belassen. Und selbst die Statutenänderungen fanden breite Zustimmung in der Versammlung, sodass dem anschliessenden Apéro mit intensiven Diskussionen nichts mehr im Weg stand. (wn)

 

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