36/2017 Erst die Beschlüsse, dann der Bummel

Von adminZoZuBo ‒ 7. September 2017

Erst die Beschlüsse, dann der Bummel

Damit mehr jüngere Stimmberechtigte kommen, findet im Dezember nächsten Jahres die Gemeindeversammlung an einem Samstagvormittag statt. Danach lockt der Adventsmärt.

Schon seit längerem beobachtet der Gemeinderat, dass die Teilnahme an den Gemeindeversammlungen, vor allem von ­jüngeren Stimmberechtigten, eher dürftig ist. Wenn nicht gerade ein kontrovers diskutiertes Thema auf der Agenda steht, kommen durchschnittlich nur 80 Stimmberechtigte – und die sind meist älteren Semesters. Schon vor knapp zwei Jahren hatte der Gemeinderat einen Versuch unternommen, jüngere und engagierte Zumiker zu den ­Abstimmungen zu locken. Damals war eine Kinderbetreuung während der abendlichen Sitzungszeit angeboten worden. «Doch da kamen nur ein bis zwei Kinder und der Aufwand lohnte sich nicht», erinnert sich Gemeindeschreiber Thomas Kauflin. Der Grund dafür: Die Kinder sollten ja nicht nur betreut werden, sondern müssten irgendwann ins Bett. Und so eine Versammlung kann schon mal dauern.

Nun gibt es einen neuen Anlauf: Im Dezember 2018 wird die Gemeindeversammlung an einem Samstagvormittag stattfinden. «Oftmals ist man ja nach einem langen Arbeitstag einfach zu müde, um noch intensiv und konstruktiv zu diskutieren», führt Thomas Kauflin aus. Und nicht irgendein Samstag wurde ausgewählt: Parallel zum Adventsmärt wird diskutiert und abgestimmt. Normalerweise findet der Märt im November statt. Das ging zeitlich für den Gemeinderat nicht, weil in der Sitzung über das Budget abgestimmt wird und der Zeitplan für dessen Erstellung schon jetzt sehr eng ist. Somit wird der Markt mit adventlichen Angeboten im kommenden Jahr am 8. Dezember stattfinden. «Vielleicht können ja mal die Grosseltern auf die Enkelkinder aufpassen und die Eltern können somit an die Versammlung», hofft der Gemeindeschreiber das Durchschnittsalter der Stimmberechtigten zu senken. Immerhin ­betreffen die Beschlüsse der Versammlung in hohem Masse die jüngeren Bürger. Ausserdem könne man ja nach der Versammlung, die um 10 Uhr beginnt, noch über den Markt schlendern, weihnachtliche Einkäufe tätigen, oder bei Wurst, Guetzli und Glühwein noch über die an der Gemeindeversammlung gefällten Entscheide diskutieren. Im allerbesten Fall befruchten sich beide Anlässe und es kommen mehr Besucher als sonst an den Märt und mehr Stimmberechtigte als sonst an die Versammlung. «So eine ­Win-win-Situation wäre natürlich optimal», urteilt Thomas Kauflin. (bms)

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