Loslösung von der Zollinger Stiftung

Von Zolliker Zumiker Bote ‒ 29. Januar 2021

Die Gemeinde Zumikon kündigt den Vertrag aus dem Jahr 1979 und ermöglicht der Institution bessere Chancen auf dem Markt.

Die Gemeinde Zumikon hat den Vertrag mit der Gustav-Zollinger-Stiftung gekündigt. (Bild: zvg)

Der Gemeinderat beabsichtigt, den Vertrag zwischen der Gustav Zollinger Stiftung, der Gemeinde Maur und der Gemeinde Zumikon zu kündigen. Damit ermöglicht die Gemeinde der Stiftung, auf Dauer selbständig und unabhängig von der Trägergemeinde funktionieren zu können. Die Gemeinde wird über Leistungsvereinbarungen weiterhin in verschiedenen Bereichen mit der Stiftung zusammenarbeiten und ihren Einwohnerinnen und Einwohnern Plätze im Pflegezentrum Forch anbieten.

Die Gustav Zollinger Stiftung (GZS) wurde im Jahr 1973 gegründet. Im Juli 1979 schlossen die Gemeinden Maur und Zumikon mit der GZS einen Vertrag über den Bau und Betrieb eines Alters- und Pflegeheims (heute: Pflegezentrum Forch) ab. Darin verpflichtet sich die GZS, auf ihrem Grundstück ein Alterspflegeheim zu erstellen, zu betreiben und den Gemeinden Maur und Zumikon im Rahmen ihrer Optionsrechte Heimplätze zur Verfügung zu halten. Durch den Vertrag wurden die Gemeinden Maur und Zumikon zu Mitträgerinnen, weshalb bis heute häufig von Trägergemeinden gesprochen wird.

Mit der Kündigung des Vertrags soll eine klarere und transparentere Trennung der Rollen von Anbieter und Leistungsbesteller ermöglicht werden. Der Stiftungsrat wird ausgewiesene Fachleute berufen können, statt politisch ernannte Gemeindevertreter aufnehmen zu müssen. Dadurch entsteht für die Stiftung automatisch mehr unternehmerische Selbstständigkeit, um sich langfristig erfolgreich im Markt zu behaupten. Der Gemeinderat möchte den Fortbestand der GZS also keineswegs gefährden, sondern im Gegenteil langfristig sichern. In Absprache mit der Gemeinde Maur wird demnächst festgelegt, wie mit den in der Vergangenheit geleisteten Investitionen umgegangen werden soll.

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