Pausenplatzgeflüster

Von Zolliker Zumiker Bote ‒ 16. Juli 2021

Kinder schreiben WhatsApps und SMS, verschicken Mails. Aber Mädchen und Jungen reden auch miteinander. Sie tratschen, diskutieren, machen Witze – vor allem auf dem Pausenplatz.

Kinder und Jugendliche haben sich viel zu erzählen. (Bild: ab)
Kinder und Jugendliche haben sich viel zu erzählen. (Bild: ab)

Der Zolliker Zumiker Bote wollte wissen, über was da ­gesprochen wird. Heute haben Schülerinnen und Schüler der Primarschulen Rüterwis und Oescher aufgeschrieben, was gerade Themen sind. In unregelmässigen Abständen publizieren wir das «Pausenplatzgeflüster». Alle Mädchen und Jungen aus Zollikon, Zollikerberg und Zumikon sind herzlich eingeladen, mitzumachen. Mails bitte an: redaktion@zobo.ch. Danke.


Berufswahl

Wenn ich Kinder in meinem Alter frage, was sie einmal werden möchten, ist die Antwort meistens: «Ich glaube, ich möchte einmal LehrerIn werden», oder «Ich denke irgendetwas mit Tieren». Die meistgegebene Antwort ist jedoch immer noch «Ich weiss es noch nicht». Die eben genannten Berufe sind sehr sozial, bei mir ist das jedoch nicht der Fall. Ich bin mir jetzt schon sicher, dass ich einmal Anwältin werden möchte. Wenn ich dies als Antwort gebe, müssen viele Leute erst einmal leer schlucken und fahren später mit ihrem Kommentar fort. Für mich käme allerdings auch eine Karriere als FBI-Agentin oder als Politikerin in Frage. Nebenberuflich werde ich jedoch immer noch meine Leidenschaft als Spitalclown fortsetzen.

Klassenlehrerin wäre kein Beruf für mich, doch der Beruf der Fachlehrerin spricht mich sehr an. Ich möchte Fachlehrerin für Deutsch, Französisch oder Mathematik werden. Vielleicht auch für zwei oder sogar drei der genannten Fächer. Doch Fachlehrerin ist nicht mein eigentlicher Traumberuf. Ich möchte wie mein Idol Joanne Rowling Schriftstellerin werden, aber dies möchte ich als Nebenjob machen. Da mir das Schreiben Spass macht, und es eine tolle Beschäftigung für mich ist, denke ich, dass dieser Beruf zu mir passt. Ich bin total gespannt, ob ich diese Ziele weiterverfolgen werde, und tatsächlich Fachlehrerin und Schriftstellerin werde, oder ob ich einen ganz anderen Beruf auswähle.

Ich habe eine kleine Ahnung, was ich werden will: Immobilienmaklerin, Physiotherapeutin oder Lehrerin. Da ich Tennis spiele und gerne spreche, ja die Leute vollquatsche, könnte ich auch Tennisturniere und Spiele kommentieren. Die Entscheidung, die viele meiner Klassenkameraden schon getroffen haben, steht noch nicht auf meiner To-do-Liste. Danke für Ihr Verständnis.

Zoé M., Nora A., Sophie M.


Die grosse Pause

Auf die Pausen freue ich mich immer ganz besonders. Endlich können wir herumspringen und unseren eigenen Interessen nachgehen. In der Schule ist es zwar spannend und lässig, aber mir fehlt das Herumtoben. In der Pause ist das anders. Wir spielen Fangis. Wir sagen: Wer zuletzt auf dem Ping-Pong-Tisch ist, ist Fänger. Dann spielen wir Zombiefangis. Das geht so: Wenn der Zombie einen gefangen hat, ist der auch ein Zombie. Wenn wir Zombiefangis spielen, führt es oft zu Streitereien. Weil, wenn jemand gefangen wird, akzeptiert er es manchmal nicht. Nach einem kurzen Streit geht es wieder weiter. Normalerweise spielen wir nur mit den Jungs, aber manchmal kommen auch die Mädchen dazu. Wir spielen bei jedem Wetter. Wenn es regnet, kommen wir ganz nass in die Schule.

Am Mittwoch, am UBS Kids Cup spielten wir kein Zombiefangis. Wir wollten lieber den Kindern aus der Mittelstufe, die rannten, zuschauen.

Wenn wir mal kein Zombiefangis spielen, essen wir unseren Znüni in Ruhe oder wir streiten mit den anderen 2. Klässlern. Normalerweise haben wir eigentlich gar keinen Grund, weshalb wir streiten.

Und wenn gar nichts von dem ist, sind wir meistens drinnen oder auf einer Tour. Das kommt aber sehr, sehr selten vor.

Ben-Lionel


Das Ende der Grundschulzeit

Das Schuljahr ist schon fast vorbei. Es kommen Kinder aus den sechsten Klassen ins Gymnasium oder an die Sekundarschule. In den Pausen höre ich aus manchen Ecken: «Welchen Lehrer hast du»? «In welcher Klasse bist du?» Manchmal gibt es auch traurige Reaktionen, wenn man rumfragt, weil manche Kinder nicht in der «guten Klasse» eingeteilt worden sind. Viele Kinder sind aufgeregt, und die meisten sind nervös oder ängstlich. Es gibt auch Kinder, die sich mehr auf den Lehrer als auf die Kinder freuen, aber von einer Ecke lässt man sich leicht verunsichern, weil jeder jedem ein bisschen verrät, wie der neue Lehrer ist oder wie die neuen Kinder sind. Leider geht das Jahr sehr schnell vorbei und plötzlich steht die neue Schule vor der Tür. Kinder und Lehrer werden sich dann schlussendlich verabschieden müssen, aber wenigstens hatten die meisten Kinder eine schöne Grundschulzeit. Das Pausengeflüster aber wird sich für eine lange Zeit beruhigen.

Nina E.

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