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Eine Schulsportanlage wird zum Wohlfühlort

Von Franziska Müller ‒ 7. Juni 2024

Die Sportanlage Buechholz ist in die Jahre gekommen. Sie soll während einer viermonatigen Bauzeit ab Juli komplett saniert werden: mit neuen Belägen und saisonal montierten Sonnensegeln, einer energie­effizienten Aussenbeleuchtung und Fitnessgeräten für Schule und Öffentlichkeit. Dank der Bepflanzung wird es auch für Vögel und Insekten eine attraktive Sache.

Die sanierte Sportanlage Buechholz mit Tartanbahn und modernen Aussensportgeräten. (Visualisierung: zvg)
Die sanierte Sportanlage Buechholz mit Tartanbahn und modernen Aussensportgeräten. (Visualisierung: zvg)

Die Schulsportanlage Buechholz mit Baujahr 1971 habe trotz regelmässigem Unterhalt die Grenze ihrer Lebensdauer erreicht. Das steht im Bericht für die Gemeindeversammlung vom kommenden Mittwoch, an der über den Ausführungskredit für die Total­sanierung von 2,25 Millionen Franken abgestimmt wird.

Mit dem Ausführungskredit würde der alte Sportplatz zur modernen Anlage, die vielen Notwendigkeiten Rechnung trägt und neue Möglichkeiten eröffnet. Zum Beispiel würde ein Bereich mit Aussensportgeräten für Schüler und Schülerinnen, aber auch für die Öffentlichkeit aufgerüstet. Die Umgebung der Laufbahn würde mit einheimischen Sträuchern bepflanzt – zur Förderung der Biodiversität. Temporäre Sonnensegel schützten die Benutzer und Benutzerinnen vor Hitze. Die Bewässerung des Rasenspielfelds würde nachgerüstet und eine neue energieeffiziente Beleuchtung installiert. Die Flutlichtanlage, ebenfalls aus der Bauzeit vor über fünfzig Jahren, entspricht schon länger nicht mehr heutigen Anforderungen. Die ehemaligen Diskus- und Speerwurffelder sind nicht mehr zeitgemäss, genauso wie die Hochsprungfelder auf der Nordwestseite mit ihren Sandbecken als Fallschutz. Seit Jahren sind diese unbenutzt.

Und jetzt zur Tartanbahn, dem Herzstück der Anlage. Die Laufbahn lässt sich nicht mehr weiter flicken; ihr Belag wird mit dem darunter liegenden Asphalt rückgebaut und mit modernem Material belegt. Ihre Besonderheit – oder ihre Begrenztheit, wie viele, auch ehemalige Zolliker Schulkinder wissen – kann allerdings nicht ­behoben werden. Es ist das kleine Geheimnis der Tartanbahn im Buechholz, dass sie für offizielle Wettkämpfe nicht taugt. Statt der 400 Meter Länge bringt sie es bloss auf 330 Meter. Warum bleibt dieser Makel auch nach der Gesamtsanierung bestehen? «Der Aufwand wäre immens», erklärt Thomas Schumann, Projektleiter der Schulliegenschaften der Gemeinde. «Die Rotfluhstrasse ist im Weg. Man müsste sie umleiten oder einen Teil unterirdisch legen und überdachen; ein Ding der Unmöglichkeit. Die Platzverhältnisse sind einfach viel zu beengt. Möglicherweise war dies bereits beim Bau ein Problem, wurde aber marginalisiert, weil es einfach andere Prioritäten gab.»

Wer allerdings die kuriose Besonderheit der Zolliker Tartanbahn ­ignoriert, kann sich wundern und den Sprinterinnen und Sprintern im Buechholz das Zeug zur Weltklasse attestieren: Sie laufen die 400 Meter rekordreif.

 

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