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Malerisch neue Impulse setzen

Von Birgit Müller-Schlieper ‒ 7. Juni 2024

Iliana Mange vermittelt die Methode der Neurografik und lädt zur Erkundung des eigenen Unterbewusstseins ein.

Iliana Mange erzählt mit Herzblut und Leidenschaft von ihren ­Erfahrungen in der neuen Wissenschaft der Neurografik. (Bild: bms)
Iliana Mange erzählt mit Herzblut und Leidenschaft von ihren ­Erfahrungen in der neuen Wissenschaft der Neurografik. (Bild: bms)

Es gibt Lehrer, die erlauben ihren Schülern und Schülerinnen vor Klassenarbeiten einen Spickzettel zu schreiben. Manche empfehlen es sogar. Während der Arbeit selbst ist der Spick natürlich nicht erlaubt. Doch viele Pädagogen wissen: Was mit der Hand geschrieben wurde, prägt sich besser im Gehirn ein. Was aber das gesamte Feld der «Neurografik» noch kann, weiss Iliana Mange. Sie ist Coach für diese neue Methode und selbst Feuer und Flamme für den Weg, der vom Gefühl über die Hand aufs Blatt führt. Sie bietet eigens Kurse an, in denen Menschen ihre Emotionen und Ziele visualisieren, um sie ­besser zu verstehen und auch in Angriff nehmen zu können. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können mit den unterschiedlichsten Anliegen und persönlichen Themen zu der Zumikerin kommen. Mit Fragen rund um Beziehungen oder Gesundheit, mit Zielen im Beruf oder auch in der Familie. «Noch nie war es so angenehm und leicht, die eigene innere Welt zu erforschen», meint Iliana Mange.

Für das neurografische Zeichnen sind keine künstlerischen Fähigkeiten oder besondere Hilfsmittel erforderlich. Es wird nur mit drei Figuren gezeichnet: Kreis, Dreieck und Quadrat. Die Figuren werden mit einer sogenannten Neurolinie verbunden. Die Hand-Augen-Koordination vermittelt dabei dem Gehirn die neue Neuronenverbindung. Je mehr (Neuro-)Linien gezeichnet werden, umso mehr ist das jeweilige persönliche Thema im Gehirn verknüpft. Dann sieht das Werk oft wirklich wie ein Gehirn aus mit seinen verschiedenen Arealen, Verbindungen, Synapsen. Das Thema selbst ist nur für den Malenden sichtbar.

Flexibilität wird gestärkt

Neurografik ist eine neue Me­thode, die durch Zeichen erlaubt, ­Zugang zum Unterbewusstsein zu erlangen und zu erweitern. «Sie fördert die Neuvernetzung der Nervenzellen in unserem Gehirn. Diesen Anpassungsvorgang macht das Gehirn das Leben lang. Dadurch entwickeln wir uns weiter. Je mehr Vernetzungen zwischen den Neuronen, desto fitter ist das Gehirn», erklärt Iliana Mange.

Bei dem Prozess wird die Neuroplastizität im Gehirn gefördert. Je mehr Vernetzungen zwischen den Neuronen bestehen, desto stärker ist die Flexibilität des Gehirns. Diese Vernetzung der Synapsen wird zum Beispiel bei neuen Herausforderungen stimuliert. Beim neurografischen Zeichnen können Gedanken neu verknüpft und positiv ausgerichtet werden. Während des Zeichenprozesses können auch die Bedeutung, die Dingen und ­Situationen verliehen werden, neu gefüllt werden. Beim Mal­vorgang gelingt es, auf einem Blatt Papier die unterschiedlichsten Dinge ­harmonisch miteinander in Beziehung zu bringen. Das führt dazu, dass neue Denkimpulse entstehen, vorhandene Strukturen aufgebrochen und Einschränkungen aufgelöst werden. Im besten Fall entsteht so ein wirkungsvoller Bauplan für die Zukunft – oder auch eine bewegende Erinnerung an eine Lebensphase.

Welches sind die Ergebnisse? Ziele können leichter erreicht werden, auch ein ruhiger oder gar meditativer Zustand. «Sie können Ihre ­Lebenssituation verbessern, Sie können Ihre zwischenmenschlichen Kontakte harmonisieren und in vielen weiteren Lebenssituationen eine positive Veränderung ­anstossen.» Iliana Mange lädt alle ein, mit Stift den eigenen Emotionen auf die Spur zu kommen und das ­Unterbewusstsein zu Wort oder Bild kommen zu lassen. Dabei wird der Stift nicht aktiv geführt, vielmehr wird er einfach laufen gelassen.

Iliana Mange selbst hat schon früh die Welt der Kunst für sich entdeckt. Geboren in der bulgarischen Hauptstadt Sofia schliesst sie das Kunstgymnasium ab. Es folgen Studienmonate in Österreich. Ihr Lebensweg führt 1992 in die Schweiz, wo sie ihre neue Heimat gefunden hat. Sie ist glücklich verheiratet und Mutter von zwei Teenagern.

Die Lehrerin hat lange auch Kindermalkurse in der Schule Egg gegeben – bis Corona kam. Nun bietet sie neu ihre Kindermalkurse in Zumikon für Kinder in der Unterstufe an. Mit ihren neuartigen Kursen möchte sie den Teilnehmern helfen, sich zu fokussieren und ein Ziel fest vor Augen zu haben. Dieser Weg sei nicht schwierig, aber er müsse erlernt werden. «Niemand stürmt einfach so auf einen Berg und hofft, auch heil wieder runterzukommen. Es braucht eine Anleitung, um diese Art von Energiebildern malen zu können. Und malen kann jeder.»

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