Von Zolliker Zumiker Bote ‒ 10. Januar 2025

Text: Franziska Müller und Joachim Lienert
Die Zumikerinnen und Zumiker trafen sich am Sonntag im Cheminéeraum der reformierten Kirchgemeinde. Nach bewährter Tradition lud der Gemeindeverein unter Leitung der Co-Präsidentinnen Doris Staubli und Susanne Ramel zum Anlass. Rasch füllte sich der Saal ab 11 Uhr mit Leuten jeden Alters; sogar Kinder fanden an einem Tisch zusammen. Die rund 200 Gäste unterhielten sich angeregt zu Crostini und weiteren Köstlichkeiten, meisterhaft zubereitet von Markus und Daniela Vögeli.
«Ich bin froh, dass ich keinen internationalen Blick haben muss, sondern lokal berichten kann», sagte Gemeindepräsident Stefan Bührer zum Amüsement der Gäste bei seinem kurzen Rückblick auf 2024. Gerade die Rekurse zu Tiefgarage und Asylunterkunft beschäftigten den Gemeinderat. Stefan Bührer ist jedoch zuversichtlich, dass die Gemeinde auf gute Lösungen zusteuert. Besonders freute ihn der Gewinn der ersten Olympiamedaille eines Zumikers – diejenige von Ruderer Andrin Gulich. Gerne hätte er das Ereignis am Handy verfolgt, doch es fand mitten in seinen Ferien in Norwegen statt, als er selbst in einem Boot beim Fischen sass.
Der ehemalige Gemeindepräsident Jürg Eberhard stellte seine Bronzeskulptur «Treeline» vor. Die abstrakte Darstellung eines Waldes lieferte das Motiv für die Zumiker Kunstkarte 2025, die jeder Gast zur Erinnerung mitnehmen konnte.
In Zollikon wurde der letztjährige Neujahrsvorsatz von Gemeindepräsident Sascha Ullmann umgesetzt: Es gab wieder Wienerli, Weisswürste und zwei versteckte Goldvreneli im Königskuchen. Mit Alexander Spaar, Präsident des Vereinskartells, hatte er einen üppigeren Neujahrsapéro 2025 versprochen. In seiner Ansprache, vom Publikum mit viel Lachen quittiert, hielt er sich nicht lange mit der Kulinarik auf, sondern fabulierte über die Kunst des Goldkochens aus der Sagenwelt von Zollikon. Mit dem nötigen Kleingeld würde er den Zauberspruch verraten, wie sich das begehrte Metall auf den Boden des Kochtopfes absetze. «Lasst euch nicht an der Nase herumführen, liebe Zollikerinnen und Zolliker», es möge noch so verführerisch tönen, der Trick mit der teuren Alchemie funktioniere nicht. Die Goldvreneli seien auf natürlichem Weg in den Kuchen gelangt. Sprich, er ging zur Bank und kaufte sie. Auch wenn sich seine Rede vor allem um die Goldgewinnung drehte, im Mittelpunkt des Apéros standen die Gespräche, das Wiedersehen, das Kennenlernen.
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