Von Aline Sloksnath ‒ 21. Februar 2025

«Die Stimmberechtigten können über Angelegenheiten der Gemeinde von allgemeinem Interesse Anfragen einreichen und deren Beantwortung in der Gemeindeversammlung verlangen», lautet Paragraf 17 des Gemeindegesetzes (GG). Ein Recht, von dem die Zollikerinnen und Zolliker rege Gebrauch machen. An der letzten Gemeindeversammlung vom 4. Dezember 2024 wurden drei solcher Anfragen behandelt, ebenso an der vorletzten im Juni 2024.
Der Gemeinderat hat dieses Bedürfnis erkannt – und wird mit dem sogenannten «Dialogabend» ein neues Format dafür ins Leben rufen. Die Zolliker Bevölkerung bekommt damit die Möglichkeit, aktiv Themen vorzuschlagen, die sie bewegen oder die der Gemeinderat ihrer Meinung nach künftig behandeln soll. «Wir möchten in den Dialog mit unseren Einwohnenden treten, um den Puls der Bevölkerung zu spüren und herauszufinden, welche Themen für die Zukunft wichtig sind», wird Gemeindepräsident Sascha Ullmann in der entsprechenden Medienmitteilung diese Woche zitiert. «Dieser Abend bietet eine wertvolle Gelegenheit, Informationen aus unterschiedlichen Quellen zu erhalten und das gegenseitige Verständnis und Miteinander zu fördern.»
Eine Nachfrage beim Gemeindepräsident zeigt, der Gemeinderat will auch ein Gefäss abseits der Gemeindeversammlungen schaffen: «Wir möchten eine Plattform bieten, um Fragen zu diskutieren, die über die traktandierten Themen der Gemeindeversammlung hinausgehen.» Das Recht, nach Paragraf 17 GG Anfragen einzureichen, die an der Gemeindeversammlung beantwortet werden müssen, bleibe aber selbstverständlich weiterhin bestehen. «Das neue Format ist ein Versuch. Wir müssen schauen, wie es ankommt.»
Geplant ist, dass der Dialogabend zweimal pro Jahr stattfindet. Und, dass beide Seiten vom Austausch profitieren: Die Gemeinde erfährt, was ihre Einwohnerinnen und Einwohner bewegt, während diese einen neuen Ort haben, ihre Anliegen zu platzieren, mitzudenken und zu diskutieren. (asl)
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