Von Birgit Müller-Schlieper ‒ 21. Februar 2025

Der kommende Juli steht im Zeichen des Frauenfussballs. Die Schweiz setzte sich gegen Polen, Frankreich und die gemeinsame Bewerbung von Dänemark/Finnland/Norwegen/Schweden durch. In vielen Schweizer Städten stehen Fussballerinnen im Mittelpunkt und gewinnen vielleicht neue Fans. Die 14-jährige Valeria Beatrice aus Zumikon ist schon Fan; seit sieben Jahren spielt sie selbst Fussball.
Mich hat Fussball immer interessiert. Ich habe schon früh im Fernsehen gerne zugeschaut und spielte mit meinem Vater am Abend oder am Wochenende hinter dem Haus. Im Sommer 2018 fing ich dann an, in einer Mädchenmannschaft Fussball zu spielen.
Viele Menschen haben die Vorstellung – wahrscheinlich oft unbewusst –, Fussball sei mehr ein Jungensport. Bereits kleinen Buben wird eher ein Ball hingelegt, damit sie damit spielen und schiessen können. Ich glaube, das passiert bei Mädchen seltener. Das kann dazu führen, dass Mädchen sich weniger ermutigt fühlen oder sogar Angst haben, ausgelacht zu werden – und darum spielen sie nicht mit.
Ja, wir werden natürlich versuchen, Tickets zu bekommen. Da ich italienische Wurzeln habe, würde ich am liebsten ein Spiel Schweiz gegen Italien schauen. Obwohl ich mir gar nicht sicher bin, für wen ich dann jubeln soll.
Teilweise übertreiben die Spieler schon sehr. Und ja, ich denke schon, dass Frauen härter sind im Nehmen.
Mein Eindruck ist, dass Frauen nicht so hart foulen wie Männer, vor allem haben Frauen nicht so viel Kraft. Ich habe aber schon oft miterlebt, dass sogar bereits in unserer Liga gefoult wird.
Der Teamgeist ist mir wichtiger als der Sieg. Wir gewinnen zusammen und verlieren zusammen. Keiner kann allein das Spiel entscheiden.
Untereinander werden wir nie laut. Es gibt keine Vorwürfe. Wir versuchen uns immer wieder gegenseitig zu motivieren, dass das nächste Spiel besser wird. Aber Tränen der Enttäuschung flossen auch schon, vor allem, wenn das Spiel unfair verloren wurde.
Dumme Aussagen lassen mich kalt.
Mein Herz schlägt für Juventus Turin und Barcelona. Ich habe bis jetzt nur ein Spiel im Letzi gesehen und hoffe, dass ich dieses Jahr ein Juventus-Spiel sehen darf.
Klar. Absolut.
Wahrscheinlich eine Lehre. Es gibt eine neue Ausbildung zur Fachfrau Bewegung und Gesundheitsförderung. Das könnte ich mir gut vorstellen.
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