Einbiegen in die Schlusskurve

Von Brigitte Selden ‒ 7. März 2025

Am 25. Februar fand der letzte Runde Tisch zur geplanten Aufnahme des Deponiestandorts Brunnenwisen statt. Die Gemeinde und die IG DepoNIE haben ihre formellen Einwendungen eingereicht und sind zuversichtlich, dass Zollikon aufgrund klarer Ausschluss­kriterien aus dem kantonalen Richtplan gestrichen wird (siehe Ausgabe 8/2025).

Gemeinderat Dorian Selz begrüsst die knapp vierzig Anwesenden, die zum fünften Runden Tisch in die Aula Oescher gekommen sind. (Bild: bse)
Gemeinderat Dorian Selz begrüsst die knapp vierzig Anwesenden, die zum fünften Runden Tisch in die Aula Oescher gekommen sind. (Bild: bse)

«Wir sind in der Schlusskurve. Es bleiben noch drei Wochen für die Einreichung der öffentlichen Einwendungen», sagte Gemeinderat Dorian Selz zur Begrüssung der knapp vierzig Anwesenden in der Aula Oescher. Die Gemeinde habe zu diesem fünften Runden Tisch eingeladen, um über den Stand der Dinge zu berichten und die Bevölkerung nochmals aufzurufen, sich mit einer eigenen Einwendung gegen den Deponiestandort zur Wehr zu setzen. Auf ihrer Website hat die Gemeinde Vorlagen für Einwendungen von Privatpersonen bereitgestellt. Dorian Selz betonte, dass Zollikon als einzige Gemeinde alle Vorbereitungen gegen die geplante Deponie getroffen habe. Dieses konsequente Vorgehen habe ein breites Medieninteresse geweckt.

Matthias Oettli berichtete, die formellen Einwendungen der Gemeinde und der IG DepoNIE seien bereits erfolgt. Wer beim Ausfüllen der ­Formulare noch Hilfe oder Unterstützung benötige, könne sich bei ihm melden. Alain Merkli von der IG DepoNIE informierte über die Aktivitäten der Interessensgemeinschaft. Die IG verzeichne inzwischen rund 800 Newsletter-Abonnenten. Zudem hätten inzwischen 2500 Personen die Petition unterschrieben und rund 70 000 Flyer seien verteilt worden. Auch sei auf ihrer Website ein Generator für die Einwendungen aufgeschaltet, der allen Interessierten zur Unterstützung dienen solle. Die Geländekammer könne man als wohl schönsten Landschaftsraum von Zollikon bezeichnen, sagte Alain Merkli und betonte, die Initiative gegen die Deponie dürfe erst der Anfang sein. Es gelte, den Wert dieses wohl schönsten Landschaftsraums von Zollikon dauerhaft zu stärken und weiterzuentwickeln.

Zeitintensiver Prozess

Zum Schluss erläuterte Christian Bretscher, externer Kommunika­tionsberater der Gemeinde Zollikon, den kantonalen Prozess. Nach dem 14. März, dem Ablauf der Frist für Einwendungen, würde die Bau­direktion des Kantons Zürich sämtliche Rückmeldungen auswerten und eine Neubeurteilung vornehmen. Dieser Prozess sei voraussichtlich im Laufe des Jahres abgeschlossen. Darauf basierend werde die Vorlage der Revision des Richtplans dem Regierungsrat vorgelegt. Eine Entscheidung des Kantonsrats, welche Deponien nun in den Richtplan aufgenommen werden, sei erst 2026 zu erwarten. Dabei betonte Christian Bretscher, dass Zollikon auf einem guten Weg sei. Aufgrund der eindeutigen Ausschlusskriterien hätten die sachlichen Abklärungen mehr als erwartet gebracht. Damit seien alle Voraussetzungen erfüllt, Zollikon definitiv aus dem Richtplan zu streichen.

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