Von Joachim Lienert ‒ 17. April 2025

Am Montag letzter Woche hielt der Verein Flugschneise Süd – NEIN (VFSN) seine jährliche Generalversammlung ab. Zwei Tage später teilte der Regierungsrat seine Stellungnahme zum SIL-Objektblatt für den Flughafen Zürich mit (siehe ZoZuBo 6/2025). «Wir sind positiv überrascht, dass auch der Regierungsrat findet, die darin enthaltene Zahl der Flugbewegungen nachts zwischen 23 und 23.30 Uhr sei zu hoch und müsse reduziert werden», sagt der Geschäftsführer des VFSN Edi Rosenstein. Zufrieden ist er auch, dass der Regierungsrat verlangt, es solle keine Südstarts bei Nebel geben. Aber: «Es sollte überhaupt keine Südstarts geben.» Wenn die im SIL enthaltenen Südstarts geradeaus bei Nebel in ein Betriebskonzept aufgenommen würden, führe dies schlimmstenfalls dazu, dass Südstarts den ganzen Tag und sehr häufig – mit entsprechendem Lärm auch über Zollikon und Zumikon – stattfinden. «Dann werden wohl die letzten Schläfer am linken und rechten Zürichseeufer aufwachen. Aber dann ist es zu spät.»
Es ist eine typische «Wehret den Anfängen»-Situation. Der Flughafen spiele mit der Lethargie der Bevölkerung. Wenn die Südstarts einmal etabliert seien, würden sie kaum mehr abgeschafft, fürchtet Edi Rosenstein. «Wer jetzt noch schläft, wird nicht mehr lange Ruhe haben», pflichtet ihm auch der Präsident des VFSN Urban Scherrer an der Generalversammlung bei. Edi Rosenstein fügt hinzu: «Jetzt muss ein Aufschrei durch die Bevölkerung gehen.» Nur so sei das BAZL noch davon abzubringen, Südstarts geradeaus zu etablieren.
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