Ja-Wort für den neuen SVP-Bezirkspräsidenten Meilen

Von Dörte Welti ‒ 2. Mai 2025

Anlässlich ihrer Delegiertenversammlung Mitte April ­wählten die Delegierten der SVP Bezirk Meilen einstimmig den Zumiker Marc Wachter zu ihrem neuen Präsidenten. Er folgt damit auf Dubravko Sinovcic, der das Amt die letzten zwei Jahre bekleidete.

Marc Wachter ist erst 29-jährig und neuer SVP-Bezirkspräsident. Eine politische Laufbahn hat trotzdem keine Priorität für ihn. (Bild: dwe)
Marc Wachter ist erst 29-jährig und neuer SVP-Bezirkspräsident. Eine politische Laufbahn hat trotzdem keine Priorität für ihn. (Bild: dwe)

Die Ernennung zum SVP-Bezirkspräsidenten ist für den erst 29-jährigen Marc Wachter zwar ein bedeutender Schritt in seinem ­politischen Werdegang, fürs Leben ist aber ein anderer prägnanter: Am heutigen Freitag gibt er seiner ­Lebensgefährtin, der Primarlehrerin Ciara van Someren, in einer ­Zeremonie im Sust Museum Horgen das ­Ja-Wort. Die kirchliche Trauung soll im Juni folgen.

Marc Wachter wurde schon mit 16 Jahren politisch aktiv: «Ich hatte auf dem Gymi Kollegen, mit denen ich ständig über politische Themen diskutierte. Weil ich aber nicht nur reden, sondern auch handeln wollte, bin ich in die Junge SVP eingetreten.» Nach der Schule studierte er berufsbegleitend zu seiner Karriere im Firmenkundengeschäft bei der Zürcher Kantonalbank Betriebsökonomie an der ZHAW und wurde Mitglied der Ortspartei der SVP in Zumikon.

So jung, so engagiert – hat Marc Wachter eine politische Laufbahn im Sinn? «Nein, das hat nicht ­Priorität», winkt der passionierte Hobby-­Unihockeyspieler ab. «Ich will in der Privatwirtschaft vorankommen und mich auf lokalpolitischer Ebene einsetzen für Themen, die wichtig sind.» Das seien in erster Linie die Kommunalwahlen 2026, für die die SVP möglichst viele Kandidaten in den elf Bezirksgemeinden aufstellen will. So schnell wie möglich möchte er deswegen eine «Tour de Sektionen» machen, um alle kennenzulernen.

Des Weiteren sieht Marc Wachter eine regelrechte Baustelle, um die man sich intensiv kümmern müsse: «Die Stadt Zürich will den Individualverkehr eindämmen, zum ­Beispiel durch eine Verengung der Bellerivestrasse auf eine statt zwei Spuren pro Richtung. Das wird Auswirkungen auf die Mobilität im Bezirk Meilen haben, es braucht schlaue Lösungen.» Das zweite Thema, das ihm am Herzen liegt, ist, wie man das Leben ­zurück ins Dorf bringt. Einige Gemeinden würden mehr und mehr zu sogenannten Schlafgemeinden, tatsächliches Miteinander finde nur noch marginal statt. Junger Präsident, alte Themen, man darf gespannt sein, wie er sie anpackt.

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