Wechsel im Spitexpräsidium Zollikon

Von Björn Reinfried ‒ 30. Mai 2025

An der Mitgliederversammlung der Spitex Zollikon von diesem Dienstag trat Jacqueline Gernet als Präsidentin zurück. Matthias Mühlheim übernimmt das Amt. Der Fachkräftemangel bleibt.

Alt-Präsidentin Jacqueline Gernet und der neu gewählte Präsident Matthias Mühlheim (Bild: zvg)
Alt-Präsidentin Jacqueline Gernet und der neu gewählte Präsident
Matthias Mühlheim (Bild: zvg)

Nach 12 Jahren gibt die Präsidentin ihr Amt ab. Sie blickt auf eine intensive Zeit zurück; während ihrer Amtsdauer wuchs die Spitex von 19 auf rund 40 Mitarbeitende. Mit der steigenden Mitarbeiterzahl mussten neue Räumlich­keiten gesucht werden. Die Suche nach einem geeigneten Standort war schwierig. Zur Freude der Mitarbeitenden konnten im Rosengarten 3 im Zollikerberg 2021 neue Büroräumlichkeiten bezogen werden. «Das war ein grosser Erfolg.»

Die Anforderungen und administrativen Arbeiten müssen mit der operativen Leitung umgesetzt werden. «Unsere Mitarbeitenden besuchen die Klienten zu Hause. Das ist jedes Mal ein Eingriff in die persönliche Sphäre, was nebst fachlichem Wissen auch grosses Fingerspitzengefühl braucht.» Rückblickend sagt sie: «Die Aufgabe als Präsidentin hat Freude bereitet. Das Amt verlangte viel Arbeit und Herzblut, aber es war eine spannende, intensive Zeit.» Über ihren Nachfolger sagt sie: «Er ist ein Fachmann,
was das Gesundheitswesen und ­Gesundheitsfragen betrifft. Er wird die Spitex Zollikon mit Engagement in die Zukunft führen.»

Neuer Präsident, gleiche Qualität

Der 61-jährige Betriebsökonom Matthias Mühlheim wohnt im Zollikerberg und arbeitet seit 35 Jahren im Gesundheitswesen; zuletzt 25 Jahre als Direktor der Reha Rheinfelden. Er hat die operative Leitung per Ende 2024 abgegeben und ist nun für die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens verantwortlich. Seit 2012 ist er in der Spitex Zollikon tätig, seit 2013 als Vizepräsident. Seine Wahl sei ein naheliegender Übergang, denn er habe die Kompetenz und durch die berufliche Veränderung die nötige Kapazität. «Für mich ist das ein Dienst an der Gemeinde», sagt er. Auf seine Ziele angesprochen, nennt Matthias Mühlheim das gute Verhältnis des Vereins zur Gemeinde und der Bevölkerung und die Qualität der Dienstleistung: «Die Spitex Zollikon ist sehr gut etabliert und positioniert. Sie erbringt hervorragende Dienstleistungen zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Das möchte ich so weiterführen.» Er könne dabei auf die grossen Vorarbeiten seiner Vorgängerin abstützen.

Qualifiziertes Personal liegt ihm am Herzen: «Eines der grössten Probleme im Gesundheitswesen ist der Fachkräftemangel. Wir haben einen Ausbildungsauftrag und nehmen diesen ernst. Dafür schaffen wir
als Arbeitgeberin attraktive Bedingungen und bieten Lehrstellen und Weiterbildungen an.» Sorgen um die Zukunft macht sich der neue Präsident nicht: «Die Nachfrage nach ­Gesundheitsleistungen ist gross und wird aufgrund der Altersstruktur in Zollikon grösser. Wir haben ein gutes Verhältnis mit den umliegenden Spitälern und Arztpraxen – und wer gut aufgestellt ist, muss die Konkurrenz nicht fürchten.»

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