Von Björn Reinfried ‒ 27. Juni 2025

«Kurz gesagt? Trinken Sie genug! Mindestens 1,5 Liter pro Tag», fasst es Gabriela Scheidegger, Leiterin der Zolliker Fachstelle Alter und Gesundheit, zusammen. Es passiere leider immer wieder, dass vor allem ältere Menschen in eine Arztpraxis gebracht werden müssen, weil sie zu wenig getrunken haben und überhitzen. Die Hitze kann zu Schwindel, Erbrechen, Muskelkrämpfen und weiteren Symptomen führen – und im schlimmsten Fall tödlich sein.
Ältere Menschen haben oft kein Durstgefühl mehr und trinken deshalb viel zu wenig – eine Tasse Kaffee und ein halbes Glas Wasser sind viel zu wenig an heissen Tagen wie diesen. «Man könnte präventiv handeln und sich einen Zettel schreiben, der einen ans Wassertrinken erinnert, oder schon morgens eine Karaffe mit Wasser füllen, die nachmittags leer sein soll», schlägt Gabriela Scheidegger vor. Wichtig bei heissen Temperaturen ist auch Salz: «Man kann Salzstängel essen oder in den Tee etwas Salz und Zucker geben. Solche Kleinigkeiten können einen Mangel verhindern und einem Arztbesuch vorbeugen.»
Um in der Wohnung oder im Haus nicht zu überhitzen, empfiehlt das BAG, am Morgen früh und am Abend bei kühleren Temperaturen die Fenster zu öffnen, tagsüber hingegen alles zu schliessen und die Rollläden herunterzulassen. Weiter helfen nasse Tücher, leichte Kleidung, kühle Duschen oder kalte, erfrischende Speisen.
In Zollikon organisiert die Fachstelle unter anderem Leute, die für ältere Menschen Einkäufe erledigen, damit diese nicht in die Hitze hinausmüssen. In Zumikon bietet die gleiche Fachstelle bis jetzt lediglich Auskünfte an. Gemeindeschreiber Thomas Kauflin ergänzt jedoch, dass sie Anfang Juli ausgebaut und zukünftig ein breiteres Angebot führen wird.
Fachstelle Alter und Gesundheit Zollikon: 044 395 35 66
Fachstelle Alter und Gesundheit Zumikon: 044 918 78 26
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