Von Joachim Lienert ‒ 5. September 2025
Es wird zu wenig Papier produziert. Für viele Vereine rechnet sich der Aufwand nicht mehr, Altpapier einzusammeln. Und wer eh schon mit Vereinspersonalproblemen zu kämpfen hat, findet für den Samstagmorgen statt freiwilliger Helfer eher WhatsApp-Nachrichten zu Beinbruch oder Migräne. Würde man doch bloss wieder mehr gedruckte Zeitungen durchblättern statt digitale Katzenvideos durchswipen. Die meisten jungen Menschen mittleren Alters, darunter auch Männer, mögen sich an die grandiosen alten Zeiten vor der Jahrtausendwende erinnern, als der Zeitungsabfuhr der Rang eines Spektakels zukam. Geradezu euphorisch traf sich die halbe bis ganze Dorfjugend, um beim Werkhof in den abgeladenen Zeitungen, Zeitschriften (und Katalogen von Spengler über Jelmoli bis Ackermann) zu blättern. Es ist schon so lange her, dass ich vergessen habe, wonach wir überhaupt suchten. Ich vermute, es waren die Börsenberichte. Und jetzt ab in die Badi Zollikon, Hollywood kommt. Doch davon ein andermal. Blättern Sie schön in diesem Neupapier.
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