Von Joachim Lienert ‒ 26. September 2025

Ich bin früher schon angefragt worden, immer wieder, aber es passte bisher nicht, weil ich beruflich sehr engagiert war und auch das Gefühl hatte, ich bin noch nicht ganz ready.
Jetzt ist es anders, weil mich sehr viele Bürger angefragt haben: Du wärst doch geeignet, du solltest das machen. Ich habe mir Gedanken gemacht, die Idee in mir wachsen lassen. Ich habe gerade eine Weiterbildung abgeschlossen, habe Zeit und Kapazität, so ein Amt zu bekleiden, ich habe die Erfahrung, das Wissen, die Fachkompetenz. Und ich bin in einem Alter, wo es für mich besser passt.
Ich habe berufsbegleitend Jus in der Schweiz und Kommunikation in Rom studiert, habe unter anderem als Journalistin, später in der Privatwirtschaft im Bereich Kommunikation gearbeitet. Seit zwei Jahren bin ich Gemeindeschreiberin von Erlenbach, davor habe ich an der ZHAW die Fachstelle Communication and Branding geleitet.
Ich bin in der Stadt Zürich aufgewachsen und schon dort der SVP beigetreten. 2019 bin ich nach Zollikon gezügelt und in der SVP Zollikon aktiv geworden.
Nein, die beiden Ämter sind ja nicht in der gleichen Gemeinde. Ich kenne beide Rollen gut, wahrscheinlich so gut wie niemand sonst. Ich würde mich sehr hüten, meinem Gemeindeschreiber reinzureden. Ich kenne die Geschäfte gut, bin im Verwaltungsrecht bewandert und könnte die Verwaltung sehr gut unterstützen. Es gäbe wenige Berührungspunkte. Wir sind in Erlenbach eher Richtung Meilen ausgerichtet.
Zukünftig nimmt der Druck vom Kanton und von der Stadt auf die Gemeinden zu. Es ist gut, wenn man die Tricks, wenn man das Verwaltungsrecht gut kennt, dort braucht es das Know-how und die Führungserfahrung. Ich bin in Führungspositionen, seit ich 25 Jahre alt bin. Es gibt auch einen Investitionsstau in Zollikon, der muss abgebaut werden. Sauber kalkulierte Projekte sind mir wichtig, damit nicht immer Nachtragskredite gesprochen werden müssen. Es braucht nicht immer die Luxusvariante, sondern eine pragmatische Lösung, damit Projekte tragfähig sind. Es ist frustrierend für die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, wenn man in einer Gemeindeversammlung etwas abnimmt und später wird es dann teurer. Mir ist auch wichtig, dass ältere Leute in der Gemeinde bleiben können, dass sie nicht wegziehen müssen. Für ältere Leute ist es schwierig, wenn sie in ein Heim umziehen sollen, man sollte mit der Nachtspitex oder ähnlichen Lösungen dafür sorgen, dass sie länger zu Hause bleiben können.
Ich denke meine Chancen sind intakt, sonst würde ich es nicht machen. Mein Kontrahent und ich haben unterschiedliche Profile, beide haben wir Stärken und Schwächen, und wir vertreten unterschiedliche Ansichten, das macht es spannend. Es ist wie bei einer Bewerbung: Wer kommt sympathischer rüber? Wem traut man das Amt mehr zu? Ich bin zuversichtlich, dass wir mit der SVP die Wahl für uns entscheiden können.
Zum einen der parteiliche. Die SVP hat einen anderen Fokus als die FDP. Dann das Alter: Ich repräsentiere eine Generation, die derzeit am wenigsten im Gemeinderat vertreten ist. Und ich habe als Frau einen anderen Werdegang.
Ich kenne Zollikon schon lange. Ich bin im Seefeld aufgewachsen, war regelmässig im Fohrbach baden, habe auf dem Pausenplatz des Schulhaus Oescher Basketball gespielt. Als das Mietshaus, in dem ich wohnte, abgerissen wurde, durfte ich nach Zollikon zügeln. Zollikon ist mittlerweile meine Herzensgemeinde geworden, ich will hier nicht mehr weg. Ich bin aktiv im Schützenverein und bei den Samaritern.
Ich bin ledig.
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