Das «Wie geht’s dir?»-Bänkli gegen Einsamkeit

Von Björn Reinfried ‒ 3. Oktober 2025

Vor dem Alterszentrum Blumenrain steht seit neuem eine Sitzbank, auf der die einfache Frage «Wie geht’s dir?» zu lesen ist. Es lädt ein, sich hinzusetzen und miteinander zu reden – etwas, das wichtig für die psychische Gesundheit ist.

Gemeinderätin Sandra Fischer im Gespräch mit Sebastian Leicht. (Bild: zvg)
Gemeinderätin Sandra Fischer im Gespräch mit Sebastian Leicht. (Bild: zvg)

«Eine einfache, aber gute Frage», findet Sebastian Leicht, Bewohner des Wohn- und Pflegezentrums Blumenrain. Der ehemalige Redaktor hat in seinem Leben mit unzähligen Menschen geredet – von der jungen Turnerin bis zum Bundesrat. «Mir gefällt es, mit ganz ­unterschiedlichen Leuten zu reden. Sie zeigen, wie interessant und vielfältig unser Leben ist», wird der 90-Jährige in der Medienmitteilung der Gemeinde zitiert. Er hofft, dass die neue Sitzbank die Menschen dazu anregt, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Mit der Sitzbank beteiligt sich Zollikon an der «Wie geht’s dir?»-Kampagne der Deutschschweizer Kantone und der Stiftung Pro Mente Sana. Das Ziel der Kampagne ist die Sensibilisierung für psychische Gesundheit und den offenen Umgang mit dem Thema – online, an grossen Plakaten an Bahnhöfen und jetzt auch mit der knallgelben Bank vor dem Blumenrain. Denn etwa jede zweite Person erlebt im Laufe ihres Lebens eine psychische Erkrankung.

«Solche Begegnungsstellen sind in der heutigen Zeit wichtig», wird Gemeinderätin Sandra Fischer zitiert. Sie ist überzeugt, dass es manchmal nur eine kleine Einladung brauche, um ins Gespräch zu kommen. So könne Einsamkeit, besonders im Alter, vorgebeugt werden.

Finanziert wurde die Bank von der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich. In Zollikon sind zwei weitere solche Bänke geplant.

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