Zumikon will Steuern senken

Von Aline Sloksnath ‒ 14. November 2025

Trotz unfertiger Investitionsprojekte und gestiegener ­Personalkosten plant die Gemeinde Zumikon, ihren Steuerfuss von 75 auf 73 Prozente zu senken. Zusätzlich rechnet sie im nächsten Jahr mit einem Ertragsüberschuss.

Der Gemeinderat will den Steuerfuss um zwei Prozentpunkte senken. (Archivbild: zzb)
Der Gemeinderat will den Steuerfuss um zwei Prozentpunkte senken. (Archivbild: zzb)

Die Finanzlage der Gemeinde sei nach wie vor ausgezeichnet, schreibt diese in der Medienmitteilung zum nächstjährigen Budget. In den vergangenen Jahren konnte sich Zumikon «eine solide finanzielle Basis schaffen». Ende 2024 belief sich das Nettovermögen auf rund 51 Millionen Franken, die liquiden Mittel gar auf rund 75 Millionen. Gemäss Gemeinde lassen sich alle bis 2029 geplanten Investitionen aus dieser hohen Liquidität finanzieren. «Aus diesem Grund ist es aus Sicht des Gemeinderats trotz den ausserordentlich hohen anstehenden Investitionen möglich, den Steuerfuss für 2026 noch einmal um zwei Prozentpunkte, von 75 auf 73 Prozent zu senken.»

Die Bürgerinnen und Bürger sollen nicht nur Steuern sparen, die Gemeinde will auch investieren. Für das nächste Jahr sind Netto­investitionen von knapp 17 Millionen Franken vorgesehen. «Im Budget 2025 ist dafür ein Betrag von 15,66 Millionen Franken eingesetzt, wobei sich abzeichnet, dass dieser durch die anhaltende Verzögerung der Grossprojekte bei weitem nicht erreicht werden kann», schreibt die Gemeinde. «Es ist geplant, im nächsten Jahr bei den Grossprojekten endlich mit der Umsetzung ­beginnen zu können.» Zu den bedeutendsten Investitionsvorhaben zählen die geplanten Arbeiten an der Tiefgarage im Dorfzentrum, die Umgestaltung des Dorfplatzes, der Neubau der Asylunterkunft sowie die Erneuerung des Gemeinschaftszentrums. Hinzu kommen Strassensanierungen und weitere, kleinere Projekte. Für die nächsten fünf Jahre plant die Gemeinde Investitionen in der Gesamthöhe von rund 70 Millionen Franken.

Insgesamt budgetiert der Gemeinderat für 2026 einen Aufwand von 86,3 Millionen und einen Ertrag von 87,3 Millionen Franken. Er rechnet also mit einem Plus von einer Million – trotz geplanter Steuerfusssenkung. Erfreulich sei, dass im Vergleich zum Vorjahr erstmals wieder ein Rückgang auf der Aufwandseite budgetiert werden könne. Grund seien vorrangig die geringeren Abgaben in den kantonalen Finanz­ausgleich. Gleichzeitig kommen aber auch neue Ausgaben hinzu. So hat die Gemeinde im Bereich der ­Altersarbeit und bei der Polizei je eine neue Stelle geschaffen, und auch kleinere Positionen verur­sachen einen etwas höheren Personalaufwand als 2025.

Auf der Seite des Ertrags machen die steigenden Steuereinnahmen bei den ordentlichen Steuern und bei den Grundsteuern den Unterschied von knapp fünf Millionen Franken zum letztjährigen Budget aus. Ende November wird die ­Gemeindeversammlung über das Budget beschliessen.

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