Von Joachim Lienert ‒ 28. November 2025
Die römisch-katholische Kirche kennt sieben Todsünden. Also richtig, richtig schlimme Sünden. Eine davon ist Neid. Eines ihrer Gegenteile ist Dankbarkeit. Diese Ausgabe ist gefüllt von beidem. Da sind die Genossenschaften, die dankbar sind, wenn ihnen – ganz selten – Eigentümer, die nicht auf maximalen Profit aus sind, Liegenschaft oder Land anbieten, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen (Tipp: Bald ist Weihnachten). Da ist der Zollikerbergler, der dankbar ist, den Krebs überlebt zu haben. Da ist der Wanderprediger, der darauf aufmerksam macht, dass Neid gegenüber dem Mittelstand fehl am Platz ist. Da sind die Einwendungen, der Gemeinderat solle am besten neu besetzt werden und schon gar nicht mehr Sitzungsgeld erhalten. Da ist die SP, die dankbar ist, dass die anderen Parteien überhaupt genügend Kandidierende
für die Behördenämter stellen. Und dann sind da die Abstimmungen vom Wochenende in Zollikon und Zumikon, bei denen Neid oder Dankbarkeit die Feder zum Ja oder Nein führen kann. Wofür sind Sie heute dankbar? Team Dankbarkeit oder Neid?
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