Von Joachim Lienert ‒ 28. November 2025

Der Kontakt mit Menschen und der Gesellschaft liege ihm extrem, sagt Philippe Klemenz. Deshalb kandidiere er für die Behördenwahl. In Egg aufgewachsen, wohnt er seit 16 Jahren mit seiner Familie im Zollikerberg. Die Schulpflege interessiert ihn auch vor einem persönlichen Hintergrund: «Meine Tochter und mein Sohn, beide im Teenageralter, gingen im Hasenbart in den Chindsgi und im Rüterwis in die Primarschule.» Die Tochter besucht mittlerweile das Gymi Stadelhofen, der Sohn studiert.
Kommunikation ist ihm, in der Medienbranche tätig, wichtig. Der 55-Jährige studierte an der ETH Kulturingenieur mit Vertiefung Raumplanung, doch das Baurecht war ihm zu trocken. «Ich bin gerne kreativ.» So wechselte er als Quereinsteiger ins Fernsehmedium bei verschiedenen Privatsendern als Redaktor. Die letzten 20 Jahre engagierte er sich beim Schweizer Fernsehen als Produzent in der Redaktion von «Glanz und Gloria», später «Gesichter und Geschichten». Im Juni wurde die Sendung abgesetzt. Vor wenigen Tagen hat er eine neue Stelle angetreten bei Vintage Radio. Dieses, zur Energy Gruppe gehörend, gibt es seit neun Jahren und wird jetzt ausgebaut mit einer neuen Morgenshow, unter anderem mit Joel Grolimund, Anna Maier und Melanie Winiger als Moderatorinnen und Moderatoren – und ihm als Produzenten.
Weil Schulpflegerin Virginie Tschannen Trüb auf Ende ihrer Amtszeit zurücktritt, kam Sonja Lier, ihre Amtskollegin und ebenfalls Mitglied des Forums 5W, auf Philippe Klemenz mit der Anfrage zu, ob er nicht Lust habe auf das Amt. Er zögerte nicht lange. «Als Bürger von Zollikon nehme ich immer an den Wahlen teil und verfolge, was in der Gemeinde läuft. Das Forum 5W liegt mir, weil es parteilos und unabhängig ist. Nicht Parteiprogramme stehen im Vordergrund, sondern
es geht um die Sache, den gesunden Menschenverstand. Das gefällt mir.» Die Sicherheit, der Austausch, die gute Kommunikation, Meinungsverschiedenheiten schlichten – das sind Eckpfeiler, die der Kandidat als Grundlagen seiner allfälligen Tätigkeit in der Schulpflege sieht. «Der Dialog in der Gesellschaft spitzt sich zu, die Meinungen werden extremer und stehen einander gegenüber.
Da möchte ich einen Konsens finden und etwas bewirken, das liegt mir extrem am Herzen», fasst der Kommunikationsfachmann seine Beweggründe für die Kandidatur zusammen.
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