Trichtenhausermühle: Es kann losgehen!

Von Dörte Welti ‒ 28. November 2025

Endlich liegt die Vertragsgenehmigung für die Sicherung des Restaurationsbetriebs der Trichtenhausermühle vor. Allen Beteiligten ist ein Mühlstein vom Herzen gefallen.

Darf endlich aus dem Dornröschen­schlaf erwachen: die Trichten­hausermühle. (Bild: dwe)
Darf endlich aus dem Dornröschen­schlaf erwachen: die Trichten­hausermühle. (Bild: dwe)

Im Dezember letzten Jahres ermächtigte der Souverän den Gemeinderat an der Gemeindeversammlung, den Vertrag zur Erhaltung des Restaurations­betriebs mit der Eigentümerfamilie der altehrwürdigen Mühle auszuhandeln. Das Verfahren zog sich wegen Unvorhersehbarkeiten hin. Aber jetzt kann es endlich losgehen mit der Sanierung des Gebäudes und dem anschliessenden Betrieb. Deion Impallomeni von der Besitzerfamilie war ursprünglich davon ausgegangen, schon diesen Sommer in die Planungsphase gehen zu können. Der Verzögerung begegnete er mit Gleichmut, ist aber jetzt froh, diese bürokratische Hürde genommen zu haben. «Nach der Vertragsunterzeichnung, die vor ein paar Tagen stattgefunden hat, widmen wir uns nun der Planung», berichtet er auf Anfrage. Fügt aber hinzu, dass es wegen «der Verfügbarkeit des Architekturbüros aufgrund der bevorstehenden Weihnachtszeit vermutlich eher auf Januar/Februar 2026 hinauslaufen wird».

Leistungen der Gemeinde

Laut einer Mitteilung der Gemeinde regelt der nun vorliegende Vertrag die Sanierung des historischen Gebäudes sowie den Betrieb während mindestens 30 Jahren. Die ­Gemeinde leistet hierfür finanzielle Beiträge von insgesamt 1,5 Millionen Franken. Die Sanierung muss bis spätestens Ende 2027 abgeschlossen sein; der Betrieb ist über die gesamte Vertragsdauer sicherzustellen. Mit der Genehmigung und dem Auftrag zum grundbuchamtlichen Vollzug kann der Vertrag rechtsgültig umgesetzt werden. ­Damit wird der langfristige Erhalt des kulturhistorisch bedeutenden Standorts gewährleistet.
Obwohl Patrick Dümmler, Gemeinderat und Vorsteher Abteilung Liegenschaften, zur Zeit der Nachfrage an der Klimakonferenz in Brasilien weilte, schickte er uns Antworten auf unsere Fragen.

Herr Dümmler, sind Sie erleichtert, dass es vorangeht mit dem Projekt?
Patrick Dümmler: Ja, ich bin ­erleichtert. Es war doch ein relativ intensiver Prozess mit mehreren Iterationen. Doch nun haben wir ein Resultat, das den Volksentscheid in meinen Augen bestmöglich umsetzt und gleichzeitig der Besitzerfamilie genügend Raum gibt.

Ist die Bedingung, Ende 2027 fertig zu sein, realistisch bei so einem historischen Gebäude?
Dies ist sicher sportlich, wir haben es aber diskutiert – wie viele andere Punkte auch – und sind zum Schluss gekommen, dass es eine Abwägung braucht zwischen den Möglichkeiten der Besitzerfamilie und dem Willen des Volkes, in der Trichti auch möglichst rasch wieder essen gehen zu können.

Sind die 1,5 Millionen Franken für die Sanierung gedacht oder als Subvention für die gesamte Vertragsdauer?
Die Hälfte wird im Voraus bezahlt, die Besitzerfamilie wird den Betrag wohl zur Sanierung verwenden. Die andere Hälfte sind jährliche Beiträge, die wohl als Betriebskostenbeitrag genutzt werden dürften. Letztlich ist es aber den Besitzern überlassen, wie sie das Geld genau verwenden – solange dort ein Restaurant entsteht.

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