Von Björn Reinfried ‒ 5. Dezember 2025

Estelle Thomet, Abteilungsleiterin Gesellschaft, ist glücklich: «Andreas Schlauch hat als Bester überzeugt.» Die Gemeinde habe eine sehr gute Auswahl für die freie Stelle gehabt, was bei den jetzigen Arbeitsmarktbedingungen alles andere als selbstverständlich sei. Zur Erinnerung: Nachdem die Gemeinde im August den Weggang des damaligen Leiters per Ende November bekanntgegeben hatte, übernahm Luc Spörri, Fachverantwortlicher Finanzen und ICT und stellvertretender Leiter, die operative Gesamtleitung des WPZ Blumenrain. «Es war von Anfang an klar, dass er diese zusätzliche Aufgabe interimistisch übernehmen wird.» Er meistere sie hervorragend. «Die ganze Geschäftsleitung inklusive Pflegedienstleiterin, Hotellerie und HR ist dieselbe geblieben und sehr kompetent.» Luc Spörri war in den Rekrutierungsprozess seines Nachfolgers involviert und wird sich wieder seiner angestammten Aufgabe widmen. «Die Institution wird bestmöglich zum Wohl aller Bewohnenden geführt», sagt Estelle Thomet. «Dank der Interimslösung hatten wir eine luxuriöse Situation und konnten uns die Zeit nehmen, um eine wertorientierte und rollensichere Führungsperson zu finden.»
Ihre Abteilung sowie die zuständige Gemeinderätin Sandra Fischer, Ressortvorsteherin Gesellschaft, freuen sich auf Andreas Schlauch. Der 58-Jährige bringt breite Berufs- und Führungserfahrung in der Leitung von Wohn- und Pflegezentren mit. Er führte fünf Jahre lang das Alterszentrum Weierbach in Eglisau, bevor er 2019 die Leitung des Alters- und Gesundheitszentrums der Stadt Dietikon übernahm. Dort wird der in Zürich Wohnhafte noch bis zu seinem Arbeitsantritt in Zollikon am 1. März tätig sein.
Andreas Schlauch hat einen Abschluss als Betriebsökonom, ein eidgenössisches Diplom als Institutionsleiter im sozialen und sozial-medizinischen Bereich und ein Masterstudium in Gerontologie. Im Wohn- und Pflegezentrum Blumenrain wird er rund 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen.
Noch etwas liegt Estelle Thomet am Herzen: Die Führung des Blumenrains habe hervorragend reagiert, nachdem die Stiftung Diakoniewerk Neumünster die Schliessung ihres Wohn- und Pflegehauses Magnolia per 31. Dezember bekanntgegeben hatte. «Innert weniger Monate brauchten wir mehr Plätze, denn viele Bewohnerinnen und Bewohner möchten in Zollikon wohnen bleiben. Die Leitung unter Luc Spörri gab alles, um dies zu ermöglichen.» Man habe zum Beispiel ein Büro in ein Bewohnendenzimmer umfunktioniert und die Demenzabteilung umstrukturiert, um mehr Plätze zu schaffen. «Es freut mich sehr, dass alle an einem Strick ziehen und die Versorgungspflicht unserer Gemeinde mittragen.» So könne die Gemeinde bis Ende Dezember alle Bewohnerinnen und Bewohner aufnehmen, die auf ein neues Zuhause angewiesen sind.
ANMELDEN
Herzlich willkommen! Melden Sie sich mit Ihrem Konto an.