Von Aline Sloksnath ‒ 5. Dezember 2025
Zumikon hat ein neues Bänkli. Es ist knallgelb und fragt: «Wie geht’s dir?» Es ist eine Aufforderung, sich mit seiner eigenen und der psychischen Gesundheit der anderen auseinanderzusetzen. Ist ein gelbes Bänkli wirklich der richtige Ansatz dafür? Man könnte dies durchaus negieren, mit zu wenigen psychiatrischen Therapieangeboten und -plätzen argumentieren. Womit man nicht falsch liegen würde. Andererseits ist bekannt, dass reden retten kann. Ungeteilte Sorgen wirken grösser und Schweigen macht sie selten kleiner. Antworten Sie doch das nächste Mal nicht mit Floskeln auf die Frage: «Wie geht’s dir?» Seien Sie ehrlich, mit sich und mit Ihrem Gegenüber. Sie werden merken: Sie sind nicht allein mit Ihren Gedanken, Ängsten und Zweifeln. Eine sehr schlaue Freundin von mir hat mal gesagt: «Weisst du, ich habe gemerkt, ich bin nicht die Einzige, die überfordert ist. Ich bin einfach die Einzige, die darüber spricht.» Wie recht sie hat.
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