Zumiker schreibt Dorfgeschichte

Von Björn Reinfried ‒ 5. Dezember 2025

Eric Coebergh hat ein 350 Seiten starkes Werk zur Geschichte Zumikons geschrieben. Der Band «Zehn Beiträge zur Geschichte eines Dorfes» ist der zweite nach «Die Geschichte einer Genossenschaft».

Eric Coebergh nutzte für sein imposantes Werk über die Zumiker Geschichte rund 40 Quellen. (Bild: zvg)
Eric Coebergh nutzte für sein imposantes Werk über die Zumiker Geschichte rund 40 Quellen. (Bild: zvg)

ZUMIKON. «Ich habe mich schon immer für Geschichte interessiert», sagt Eric Coebergh, der sich vor Jahren gegen ein Geschichtsstudium und für die ETH entschied. Seit er 1974 nach Zumikon gezogen ist, beschäftigte er sich mit der Geschichte des Dorfes und sammelte alles Historische im Zusammenhang mit der Gemeinde. «Durch meine Sammelwut besitze ich sämtliche greifbare Bücher über Zumikon», sagt der Hobby-Historiker, wie er sich selbst nennt. Sein gesammeltes Wissen verarbeitete er in zwei Büchern.

Das erste Werk war die letztes Jahr erschienene Festschrift «Die Geschichte einer Genossenschaft» zum 150-jährigen Jubiläum der Konsumgenossenschaft Zumikon. Dafür transkribierte er rund 1000 Seiten Protokollbücher – in Kurrentschrift. Das aktuelle Buch habe weniger Arbeit gegeben: «Ich hatte den Grossteil der Quellenarbeit ja bereits gemacht.» Er schätzt, dass er ungefähr 40 Quellen für den neuen Band genutzt hat.

Während er das erste Buch schrieb, entstanden bereits neue Kapitel, die er nun im zweiten unterbrachte. Je mehr er sammelte und las, desto mehr neues Material fand er. Ursprünglich hätten die beiden Bände zusammen erscheinen sollen, aber die vielen Bilder und Beschreibungen machten das Layout sehr ­anspruchsvoll und verzögerten die Publikation. Für Eric Coebergh ein Vorteil: Er konnte noch mehr Wissenswertes ergänzen.

Am meisten Spass hatte er an der umfangreichen Chronik. Auch die vielen Bilder vergangener Zeiten findet er schön – nicht zuletzt, weil sie bei den Leuten im Dorf gut ankommen: «Das ist für die Zumikerinnen und Zumiker natürlich sehr interessant.»

Zwei Erkenntnisse, auf die er besonders stolz ist: Er fand in einer Chronik die bisher älteste Darstellung des Zumiker Wappens und die erste Beiz des Dorfes – das Ur-Rössli, nicht zu verwechseln mit dem späteren Gasthof Zum Rössli.

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