Beschwingt ins neue Jahr

Von Aline Sloksnath ‒ 19. Dezember 2025

Das vierte Jahr in Folge bespielt die Zürcher Kammeroper den Zolliker Gemeindesaal. «Wir haben hier eine neue Heimstätte gefunden», sagt Vereinspräsident und Bassbuffo Erich Bieri. Wir fragten ihn, wie es dazu kam.

Das Ensemble der Zürcher Kammeroper beim letzten Stück «Ba-ta-clan» auf der Bühne des Zolliker Gemeindesaals. (Bild: Mats Janett)
Das Ensemble der Zürcher Kammeroper beim letzten Stück «Ba-ta-clan» auf der Bühne des Zolliker Gemeindesaals. (Bild: Mats Janett)

Herr Bieri, seit Silvester 2022 tritt die Zürcher Kammeroper im Gemeindesaal Zollikon auf. Wie kam das zustande?

Nachdem wir mehrere Jahre im Konzertsaal des Zürcher Kammerorchesters aufgetreten sind, haben wir nach einer neuen, unseren Bedürfnissen entsprechenden richtigen Bühne gesucht. Zolliker ­Mitglieder haben uns auf den Gemeindesaal aufmerksam gemacht – und die Gemeinde hat uns in jeder Hinsicht herzlich und wohlwollend aufgenommen.

Auf Ihrer Website schreiben Sie, Sie hätten in Zollikon den «idealen Ort» gefunden.

Auf der grossen Bühne und im noch grösseren Zuschauerraum können wir uns richtig «austoben». Es gibt sogar Künstlergarderoben! Das ­Foyer eignet sich hervorragend, um unsere Gäste vor, in der Pause und nach der Vorstellung grosszügig zu bewirten. Die Gemeinde unterstützt uns auch finanziell und mit dem liebenswürdigen Gemeindesaal-Team. Wir haben hier eine neue Heimstätte gefunden.

Was gefällt Ihnen am Zolliker Publikum besonders gut?

Der Erfolg in Zollikon zeigt: Wir sind auf dem richtigen Weg. Immer mehr Menschen besuchen unsere Aufführungen, nicht nur die Zollikerinnen und Zolliker haben Spass an den witzigen Produktionen – unser Publikum kommt aus der ganzen Region. Natürlich freut es uns besonders zu merken, dass immer mehr Zolliker im Publikum sitzen.

Können diese auch nächstes Jahr mit einem Gastspiel rechnen?

Auf jeden Fall. Wir werden wieder eine komische Oper oder Operette aufführen. Für das Stück haben wir uns allerdings noch nicht entschieden.

Ihre Premieren finden immer an Silvester statt – warum?

Silvester hat bei uns Tradition. Das wissen und schätzen auch unsere Gäste. Deshalb spielen wir immer fröhliche Stücke. Unser Publikum soll beschwingt ins neue Jahr wechseln.

«Don Gregorio»
Don Giulio Antiquati – verkörpert von Erich Bieri –, ein ­Patriarch mit gestrigen Moral­vorstellungen, möchte seine erwachsenen Söhne bis zu deren vierzigstem Geburtstag vor weiblicher Zuneigung bewahren, hält sie unter strenger Hausaufsicht und lässt sie von einem Hauslehrer unterrichten. Enrico verfällt in Schwermut, Pippetto sucht Trost bei der Köchin, und der gutmütige Lehrer wird zum Vertrauten ihrer Sorgen. Die Lage eskaliert, als herauskommt, dass Enrico heimlich verheiratet ist und bereits ein Kind hat. Als seine Frau Gilda mit dem Baby erscheint, muss der Lehrer sie notgedrungen als seine eigene ausgeben, um den Zorn des ­Familienoberhaupts zu besänftigen. Natürlich geht das schief. Doch am Ende löst sich alles heiter, also in bester Opera-buffa-­Manier auf.

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