Von Joachim Lienert ‒ 9. Januar 2026

Seit sie vier Jahre alt ist, steht Eugenia Sekulovski auf den Kufen. Kurz vor Weihnachten zeigte sie am 19. und 20. Dezember sowohl im Kurz- als auch im Langprogramm ihr ganzes technisches Können. Dieses umfasst unter anderem alle fünf Dreifachsprünge und deren Kombinationen, vom Triple Lutz bis zum Triple Toeloop.
Die Bronzemedaille ist ein verdientes Geschenk für Ausdauer und Fokus, das sich Eugenia Sekulovski selbst zum Geburtstag gemacht hat, wurde sie doch eine Woche nach den Meisterschaften 17 Jahre alt. Täglich trainiert die Jugendliche drei bis vier Stunden im Eiskunstlauf-Club Fribourg et Romont unter der Leitung von Romain Ponsart. Dabei meistert sie auch mental einen Spagat: Sie lebt in Zollikon bei ihren Eltern und Geschwistern, unter der Woche in Fribourg, und besucht am Wochenende das Gymnasium an der Akad.
«Das Podium zu erreichen war nicht mein Hauptziel. Ich wollte vor allem meinen eigenen Rekord überbieten», sagt Eugenia Sekulovski. Das gelang ihr mit Bravour: Mit 167,26 Punkten übertraf sie ihre bisherige Bestmarke um mehr als sieben Punkte. «Natürlich freue ich mich auch über den Podestplatz, insbesondere bei der diesjährigen ausserordentlich starken Konkurrenz. Das motiviert mich zusätzlich, noch weiter nach oben zu kommen.»
Noch weiter nach oben, das heisst in ihrem Fall: weiter an Technik und Ausdruck arbeiten und sich mit der internationalen Konkurrenz messen. Ein ambitioniertes Unterfangen, wie ihre Mutter Ekaterina Sekulovsiki erklärt: «Um Eugenias Jahrgang gibt es sowohl in der Schweiz als auch im Ausland ziemlich viel Konkurrenz mit mehreren guten Läuferinnen.» Weil die Alterslimite vor Kurzem heraufgesetzt wurde, darf sie altersbedingt erst in der nächsten Saison in der Nationalmannschaft in die höchste Kategorie der Seniorinnen aufsteigen. Damit erhält sie die Möglichkeit, neben normalen internationalen Wettkämpfen auch an Europa-, Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen teilzunehmen. «Solange es ihre Gesundheit und ihr Können zulassen, möchte sie ihren Weg Schritt für Schritt weiterverfolgen», sagt Ekaterina Sekulovski.
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