Zumikerin springt zum U14-Hallenrekord

Von Joachim Lienert ‒ 23. Januar 2026

Sophia Mathis ist schnell – und springt weit. 2024 war sie die schnellste Zehnjährige des Landes. Jetzt, mit zwölf, ist sie auch die beste Weitspringerin in der Kategorie U14: Mit 5,35 Metern sprang sie am Sonntag Schweizer Hallenrekord.

Hat den Schweizer U14-Hallenrekord pulverisiert: Sophia Mathis bei ihrem Rekord-Weitsprung von 5,35 Metern. (Bild: Stricker Photo)
Hat den Schweizer U14-Hallenrekord pulverisiert: Sophia Mathis bei einem Trainings-Weitsprung im Letzigrund. (Bild: Stricker Photo)

Um satte 26 Zentimeter pulverisierte Sophia Mathis am 32. Tägi-Meeting in Wettingen den Schweizer Rekord – von 5,09 auf 5,35 Meter. Sophia wohnt seit zehn Jahren in Zumikon und besucht im Schulhaus Juch die 6. Klasse. Dass sie schnell ist, entdeckte sie schon vor vier Jahren am Visana Sprint des TV Maur. Die Freude an der Leichtathletik war geweckt. Gleich dreimal gewann sie in den vergangenen Jahren den UBS Kids Cup in ihrem Jahrgang 2014. Beim Mehrkampf aus Sprint, Ballwurf und Weitsprung kristallisierte sich ihre neue Leidenschaft heraus: der Weitsprung.

Ihr Vater Christian Mathis sagt: «Sophia steigert sich immer weiter.» Sie sei sehr diszipliniert im Training und darin, Schule und Sport unter einen Hut zu bringen. Zweimal unter der Woche trainiert sie beim Leichtathletik-Club Zürich (LCZ) im Stadion Letzigrund. Sophia schwärmt: «Es herrscht eine schöne Atmosphäre dort, es ist eindrücklich, in so einem grossen Stadion zu trainieren.» Da sind nicht nur die Fussballer, ab und zu schaut auch einmal ein Idol aus der Leichtathletikszene vorbei, was das Training besonders spannend macht.

Hobby von Vater und Tochter

Sophia freut sich über ihren Erfolg. «Der Rekord ist cool, der Sport macht mir viel Spass, ich würde gerne ­immer besser werden.» Dass sie den U14-Hallenrekord gleich auf 5,35 Meter geschraubt hat, hat sie nicht allzu stark überrascht. Selbstbewusst meint sie: «Ich wusste, dass ich das kann, weil wir gut dafür trainiert haben.» Als künftigen Profi sieht sie sich eher nicht, Sport bleibt ihr Hobby; beruflich könnte es für sie zum Beispiel in Richtung Medizin gehen. Bald steht die Gymiprüfung an. «Da konzentriere ich mich vor allem auf die Schule.» Im Telefongespräch sagt sie: «Mein Vater
ist auch Trainer im LCZ, ich habe aber noch andere …» – «bessere!», ruft der Vater dazwischen und lacht. Er ist Vermögensverwalter und hilft im LCZ im Sinne von Vereinsarbeit aus, stellt etwa Geräte auf oder unterstützt die Haupttrainer. Diese sind Cracks, oft ausgebildete Sportlehrer, fokussieren stark auf Leistung und trainieren die Kantonalkader oder sogar Nationalkader.

Zum Training im Club gesellt sich am Wochenende jeweils eines mit ihrem Vater in der Sportanlage Looren in Maur. «Es ist ein gemeinsames Hobby, das viel Spass macht», sagt Christian Mathis. Vielleicht steht auch bald ein Training in Zollikon auf der neuen Bahn beim Schulhaus Buechholz an. «Die haben wir noch nicht für uns entdeckt.» Nicht ganz so gross wie das Letzigrund, bietet die neue Anlage dem vielversprechenden Jungtalent bestimmt beste Voraussetzungen, um Kraft, Beweglichkeit und Schnelligkeit zu trainieren – perfekt für das Anpeilen des nächsten Schweizer Rekords.

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