Loslassen und Festhalten

Von Aline Sloksnath ‒ 30. Januar 2026

Trennungen kommen in vielen ­Facetten vor. Am bekanntesten ist wohl jene in einer Liebesbeziehung, doch sie finden sich ebenso im ­beruflichen Umfeld, wie das jüngste Beispiel aus der Gemeinde Zumikon zeigt. Mitunter trennen wir uns auch von Ideen und Vorhaben, die uns eine Zeit lang begleitet haben, aus unterschiedlichsten Gründen jedoch nicht mehr stimmig sind. Trennungen gehören zum Leben dazu. Sie sind Erfahrungen, die wir alle machen müssen. Schöner werden sie dadurch trotzdem nicht. Manchmal trennen wir uns aber auch genau nicht, sondern halten fest – an Menschen, an Erinnerungen, an Dingen. Daraus können die wunderbarsten Sammlungen entstehen, wie die Couturière Rosmarie Amacher in unserem «Persönlich» zeigt. Auf den zweiten Blick hat Sammeln erstaunlich viel mit Trennen zu tun. Wer sammelt, muss sich immer entscheiden: Was wird aufgenommen, was nicht? Jede Auswahl ist auch eine Form der Trennung. Woran halte ich fest, was lasse ich los?

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