Dabei sein ist nicht alles

Von Dominique Pierre Lüthi ‒ 6. Februar 2026

Der olympische Gedanke ist etwas Wertvolles. Es muss ein überwältigendes Gefühl sein, am grössten Sportereignis der Welt anzutreten und in einem einzigen Moment all das abzurufen, wofür man jahrelang trainiert hat. Ein Augenblick kann darüber entscheiden, ob man in den Olymp aufsteigt. In unserem Alltag haben wir es einfacher. Wir bekommen viel öfter im Leben die Chance, dabei zu sein. Wir erhalten immer wieder von Neuem die Möglichkeit, mehr zu tun, als nur zuzuschauen. Wir können uns einbringen, mitgestalten, mitreden. Sei es bei Wahlen, mit einem Leserbrief oder bei ­einer der Kinderfasnachten unserer Dörfer: Es braucht dafür kein hartes Training, sondern vor allem Engagement, Mut und Freude. Auch wenn in den nächsten Tagen viele von uns etwas öfter auf dem Sofa sitzen und vor dem Fernseher den Athletinnen und Athleten die Daumen drücken werden, sollten wir eines nicht vergessen: Sich selbst aktiv einbringen macht das Leben bunt. Dabei sein – oder nur dabei sitzen – ist nicht alles.

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