Jährlicher Geldregen

Von Lea Moser ‒ 27. März 2026

Die politischen Gemeinden des Kantons Zürich erhalten jeweils einen Anteil des Jahresgewinns der Zürcher Kantonalbank (ZKB) als Dividende ausbezahlt. Wie viel eine Gemeinde erhält, hängt von den Bevölkerungszahlen zum Jahresende ab.

Hier die ZKB-Filiale in Zumikon: Die Gemeinden im Kanton Zürich freuen sich über die Dividenden-Ausschüttung der Bank. (jli)
Hier die ZKB-Filiale in Zumikon: Die Gemeinden im Kanton Zürich freuen sich über die Dividenden-Ausschüttung der Bank. (jli)

Die Dividende der ZKB für das letzte Geschäftsjahr beträgt 175 Millionen Franken. Damit liegt sie fünf Millionen über dem Vorjahreswert. Die Gemeinde Zollikon erhält für das Vorjahr mit 13 704 Einwohnerinnen und Einwohnern eine Dividende von 1,47 Millionen Franken. Das sind gut 47 000 Franken mehr als 2024. «In Zollikon fliesst die Dividendenauszahlung der ZKB in den allgemeinen Gemeindehaushalt, das gilt für 2024 wie auch für 2025», erklärt Melanie Marday-Wettstein, Leiterin Kommunikation der Gemeinde Zollikon. Das ist der gleiche Topf, in den auch die Steuereinnahmen fliessen.

Für Zumikon mit 5775 Einwohnerinnen und Einwohnern wird es 620 746 Franken geben. Das sind rund 18 000 mehr als 2024. Auf die Frage, ob die Gemeinde mit diesem Zustupf gerechnet habe, antwortet Thomas Kauflin, Gemeindeschreiber von Zumikon: «Es ist hinlänglich bekannt, dass unter ‹normalen Umständen› jedes Jahr eine Ausschüttung von der ZKB an die Gemeinden erfolgt. Dementsprechend sind wir davon nicht überrascht und stellen auch jeweils einen entsprechenden Betrag ins Budget ein – für das Budget 2026 waren das 600 000 Franken.» Die Beträge der ZKB fliessen jeweils in die Erfolgsrechnung und werden nicht für einen bestimmten Zweck verwendet. Eine Ausnahme bildete das Jahr 2020, als die Kantonalbank ihr 150-jähriges Bestehen feierte. 50 Millionen Sonderdividende wurden unter den Gemeinden im Kanton Zürich aufgeteilt; die ZKB wünschte sich, dass das Geld für «spezielle, herausragende, ausserordentliche oder ungewöhnliche» Projekte eingesetzt wird. Zumikon investierte einen Teil der 170 000 Franken in einen neuen Konzertflügel für die Musikschule und in die Umgestaltung der Parkanlage Rosenegg (ZoZuBo 3/2020). In Zollikon flossen die 434 000 Franken wie gewohnt in den allgemeinen Gemeindehaushalt, was für Gesprächsstoff sorgte. Damals erhielt die Redaktion von mehreren Zollikerinnen und Zollikern Leserbriefe mit Projektideen; diese wurden jedoch nicht umgesetzt (ZoZuBo 5/2020).

Kontrolle durch Kantonsrat

Bei den veröffentlichten Zahlen ist von einer «voraussichtlichen» Ausschüttung an sämtliche Gemeinden im Kanton Zürich die Rede. «Die Abnahme des Geschäftsberichts und der Jahresrechnung der ZKB obliegt gemäss Kantonalbankgesetz, Paragraf 11, dem Zürcher Kantonsrat», erklärt Markus Flick von der Medienstelle der ZKB. Dieses Traktandum sei für die Kantonsratssitzung Anfang Juni geplant. Er schreibt: «Die Zürcher Kantonalbank blickt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Mit einem Konzerngewinn vor Steuern in der Höhe von 1422 Millionen Franken hat sie das letztjährige starke Ergebnis von 1289 Millionen Franken um 10,3 Prozent übertroffen.»

Gemeindetreffen

Die ZKB lädt jedes Jahr alle Gemeinden eines Bezirks zu einem Informationsanlass ein. Dieses sogenannte Gemeindetreffen fand vor drei Wochen im Restaurant Löwen in Meilen statt. Zumikon war vertreten durch Gemeindeschreiber Thomas Kauflin, Zollikon durch Gemeinderätin Sylvie Sieger, Ressortvorsteherin Finanzen. Am Anlass wurden die knapp vierzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die Entwicklung des Finanz- und des Liegenschaftenmarkts aus Sicht der Bank orientiert. Thomas Kauflin sagt: «Wir sind froh und dankbar, dass wir von der ZKB Jahr für Jahr einen Betrag in der besagten Höhe erhalten, was bedeutet, dass die ZKB ihre Geschäfte erfolgreich und mit hoher Konstanz zu führen versteht.»

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