Von Björn Reinfried ‒ 10. April 2026

Dass die beiden Gemeinden heute so viele Einwohnerinnen und Einwohner zählen wie noch nie, überrascht nicht. Sowohl Zollikon als auch Zumikon wuchsen seit Beginn der Datenerfassung 1962 auf ihren heutigen Höchststand an. Während Zumikon stetig – wenn auch nur moderat – wuchs, verlor Zollikon zwischen Ende der 1970er-Jahre und den frühen 1990er-Jahre an Bevölkerung. Heute zählt Zollikon 13 704 und Zumikon 5775 Einwohnerinnen und Einwohner. Damit wuchs Zumikon seit 1962 bis heute deutlich stärker (+172 Prozent) als Zollikon (+23 Prozent).
Seit 1981 erfasst das Statistische Amt alle Geburten in den beiden Gemeinden. Während in Zollikon die Zahl der Geburten bis 2023 von durchschnittlich 100 auf 120 pro Jahr anstieg, sank sie in Zumikon von knapp über 40 auf knapp unter 40 Neugeborene. Im Schnitt kamen pro Jahr in Zollikon 115 Kinder zur Welt und in Zumikon 39. Vergleicht man die Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter – hier reichen die Daten bis ins Jahr 1996 zurück – mit jenen der Neugeborenen, lässt sich allerdings ein leichter Anstieg der Geburten pro Frau beobachten. In Zollikon ist dieser etwas stärker als in Zumikon. Die Zahlen schwanken in beiden Gemeinden zwischen vier und zehn Prozent, wobei zwischen 2005 bis 2012 mehr Frauen Kinder gebaren als davor und danach. Seit 2021 ist dieser Prozentsatz wieder deutlich gesunken.
Die Altersstruktur von Zollikon und Zumikon lässt sich nur bis 1996 zurückverfolgen. Trotz des kurzen Zeitraums kann anhand dieser Daten festgestellt werden, dass der Anteil der über 80-Jährigen kontinuierlich gestiegen ist. Entsprechend nahmen auch die jährlichen Sterbefälle seit 1981 zu: In Zollikon um durchschnittlich 30 pro Jahr, in Zumikon um rund 20. Parallel dazu stieg auch die Sterblichkeitsrate in beiden Gemeinden seit den 1980er-Jahren leicht an: Von durchschnittlich 0,7 auf 0,9 Prozent in Zumikon und von einem auf knapp 1,2 Prozent in Zollikon. Diese Zahlen schwanken jedoch von Jahr zu Jahr stark.
Weder Zollikon noch Zumikon wuchsen hauptsächlich durch Geburten, sondern durch Zuzug aus dem Ausland. Die Zahl der Schweizer Staatsangehörigen blieb in beiden Gemeinden seit den späten 1990er-Jahren weitgehend konstant. In Zollikon lebten 1996 9677 Schweizerinnen und Schweizer und 1655 Ausländerinnen und Ausländer. Im Jahr 2025 waren es 10 052 Schweizer Staatsangehörige und 3652 ausländische Personen. In Zumikon waren es 1996 3921 Schweizerinnen und Schweizer und 662 Ausländerinnen und Ausländer; 2025 lebten hier 4326 Schweizer Staatsangehörige und 1449 ausländische Personen.
Auch die Zahl der Einbürgerungen stieg seit den 1990er-Jahren an: Während sich früher knapp zwei Prozent der ausländischen Bevölkerung einbürgern liessen, waren es 2024 in beiden Gemeinden rund drei Prozent.
Seit 1990 ermittelt das Statistische Amt des Kantons Zürich die Steuerkraft der Zürcher Gemeinden. Die Steuerkraft ist ein theoretischer Wert und zeigt, wie hoch die Erträge aus den Gemeindesteuern bei einem Steuerfuss von 100 Prozent wären. Währen die Steuerkraft 1990 in Zollikon noch bei 65 Millionen und in Zumikon bei 28 Millionen lag, betrug sie 2024 in Zollikon 164 Millionen und in Zumikon 77 Millionen. Damit ist die Steuerkraft in Zollikon innert 34 Jahren um 150 und in Zumikon um 170 Prozent gestiegen. Obwohl sie über die Jahre stetig stieg, erlebte sie 2002 (Dotcom-Blase) und 2008 (Weltfinanzkrise) vor allem in Zollikon massive Einbrüche. In Zollikon sank sie 2008 innert zwei Jahren von 140 auf 111 Millionen.
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