Was will ich werden?

Von Lea Moser ‒ 10. April 2026

Vierzehn Schülerinnen und Schüler der dritten Sekundarschule Buechholz erzählen von ihrer Berufswahl und ihren Lehrstellen.

Sekundarschülerinnen und -schüler der Klassen 3a, 3b und 3c freuen sich auf ihren Start ins Berufsleben diesen Sommer. (Bild: lmo)
Sekundarschülerinnen und -schüler der Klassen 3a, 3b und 3c freuen sich auf ihren Start ins Berufsleben diesen Sommer. (Bild: lmo)

Im Zolliker Zumiker Boten vom 9. März haben wir berichtet, dass viele ­Jugendliche in unseren Dörfern das Gymnasium besuchen möchten. Aber längst nicht alle. Für viele ist die Berufswahl ein Meilenstein in ihrem jungen Leben. «Es ist eine spannende Zeit für die Jugendlichen und ihre Eltern. Ich finde es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler viel schnuppern gehen – auch jene, die ans Gymi möchten. So können sie verschiedene Berufe kennen­lernen», sagt Simone Hürlimann, Co-Schulleiterin der Sekundarschule Buechholz. Die Berufswahl ist ein wichtiger und prägender Schritt der Jugendlichen in die ­Arbeitswelt. Unterstützt werden sie dabei durch ihre Lehrpersonen, ihr familiäres Umfeld und das ­Berufsinformationszentrum (biz). Das biz bietet regelmässige Schulhaussprechstunden sowie Einzelberatungen an. In der ersten Oberstufe liegt der Fokus auf dem Kennen­lernen der eigenen Persönlichkeit, Stärken und Interessen. Im zweiten Jahr wird wöchentlich eine Lektion «Berufsorientierung» unterrichtet. Diese widmet sich der persönlichen Standortbestimmung, der Orien­tierung in der Berufswelt, realis­tischen Berufswünschen und der Vorbereitung auf den Bewerbungsprozess. Berufsmessen und Schnupperlehren bieten den Jugendlichen einen Einblick in den Berufsalltag. Auch die Eltern werden über Elternabende, Standortgespräche und Informationsanlässe im biz aktiv in die Berufswahl eingebunden. Sekundarschülerinnen und -schüler der Klassen 3a, 3b und 3c erzählen von ihrer Berufswahl.

Giulia wird Fachfrau Gesundheit (FaGe)

«Ich wollte schon immer Menschen helfen. Zuerst habe ich als Fachfrau Betreuung geschnuppert. Leiterin Kita wäre die höchste Stufe gewesen, und das wollte ich nicht werden. Dann hatte ich als FaGe geschnuppert. Alle waren sehr nett, und es war so, wie ich es mir vorgestellt hatte.»

Arthur wird Orthopädieschuhmacher

«Auf der Online-Lehrstellenbörse yousty.ch habe ich diesen Beruf entdeckt. Ich habe dort geschnuppert, und es hat mir gut gefallen. Ich freue mich darauf, Neues zu lernen, auf die anderen Lernenden, die Mitarbeiter und natürlich auf den ersten Lohn. Zuerst wollte ich Schreiner werden. Beim Schnuppern merkte ich, dass die Orthopädie mich noch mehr fasziniert.»

Chiara wird Kauffrau im Automobil-Gewerbe

«Ich wusste von Anfang an, dass ich das KV machen möchte, weil mir kein anderer Job gefallen hat. Seit vielen Jahren bin ich oft am PC und das gefällt mir. Ich freue mich auf die Arbeitswelt. Ich hatte auch auf einer Bank, bei einer Versicherung und in der Immobilienbranche geschnuppert.»

Sophia-Luisa wird Medizinische Praxisassistentin (MPA)

«Medizin finde ich spannend, den Menschenkontakt und die Teamarbeit mag ich sehr. Der Beruf ist sehr vielseitig: Es gibt Organisa­torisches und Medizinisches. Ich schnupperte in fünf verschiedenen Arztpraxen, und es hat mir gut gefallen. Ich freue mich, im Berufsleben selbstständiger zu werden, auf das Verabreichen von Spritzen und die Arbeit im Labor.»

Jayden wird Fachmann Betriebsunterhalt

«Ich hatte nach Lehrstellen in der Nähe gesucht und darf im Spital Zollikerberg beginnen. Ich arbeite gerne mit den Händen und mag die Bewegung im Job. Ich ging mehr als zehnmal in verschiedenen Berufen schnuppern, um herauszufinden, was ich möchte. Ich habe mich an vielen Orten beworben. Fast nahm ich eine Lehrstelle als Maurer an.»

Zerda wird Konstrukteurin

«Ich arbeite gerne kreativ und bin an Technik interessiert. Beim Schnuppern als Konstrukteurin durfte ich schon viel zeichnen und programmieren. In CAD-Programmen konstruiere und zeichne ich in 3D alles, was an Elektronik hinter einer Wand versteckt ist, zum Beispiel Stromleitungen für Lichtschalter und Steckdosen. Es gibt nicht viele weibliche Lernende, die diesen Beruf wählen. Er ist sehr vielseitig, ich freue mich auf die vier Jahre. Es wird aber auch anspruchsvoll.»

Eric wird Automobil-Fachmann

«Mir gefallen Autos schon seit meiner Kindheit. Ich wollte einen handwerklichen Beruf, weil ich gerne mit meinen Händen arbeite. Ich schnupperte in verschiedenen Betrieben und es hat mir gut gefallen. Ich freue mich auf das Team und darauf, die Autos nach dem Service Probe zu fahren.»

Malaya wird Fachfrau Gesundheit (FaGe)

«Ich wollte zuerst Fachangestellte Betreuung lernen – einen Beruf, in dem ich Menschen im Alltag ­begleiten kann. Weil ich als FaGe Menschen noch besser helfen und sie unterstützen kann, fand ich dann FaGe besser. Beim Schnuppern im Altersheim Blumenrain ­gefiel mir das nette Team. Ich fühlte mich willkommen und fand es schön, wie sie mit den älteren Menschen umgingen.»

Dante wird Kaufmann (Dienstleistung und Administration)

«Ich werde die Leasingverträge für eine berühmte Automarke machen. Ich freue mich auf die Beratungsgespräche und den Kundenkontakt am Schalter. Ich hatte auch als ­Kommunikationsfachmann im Hotel ­geschnuppert und entschied mich dann für das KV.»

Noé wird Kaufmann (Bank)

«Ein Kollege von mir hat bei einer Bank angefangen und mir viel ­Gutes erzählt. Es war meine erste Bewerbung, und ich habe die Lehrstelle erhalten. Ich hatte auch als Innenarchitekt geschnuppert, dies ist jedoch nicht gut zu vereinbaren mit einer Sportlerlehre. Ich spiele Eishockey.»

Faris wird Fachmann Gesundheit (FaGe)

«Ich wollte einen Beruf mit Menschen, deshalb war FaGe eine gute Idee. Ich freue mich darauf, neue Leute kennenzulernen. Ich habe auch als Gärtner, Physiotherapeut und Fachmann Betriebsunterhalt geschnuppert, FaGe hat mir dann am besten gefallen.»

Valeria wird Fachfrau Bewegungs- und Gesundheitsförderung

«Eine KV-Lehre konnte ich mir nie wirklich vorstellen. Auf die Idee, im Fitnessstudio zu schnuppern, brachte mich meine Mutter. Besonders gefällt mir, dass ich Trainingspläne für Kundinnen und Kunden erstellen darf. Ich freue mich darauf, Neues zu lernen und mit Menschen zu arbeiten.»

Morris wird Koch

«Mein Vater kochte sehr oft zu ­Hause und wollte das meinem Bruder und mir beibringen. Mit neun habe ich angefangen. Ich habe in fünf verschiedenen Restaurants geschnuppert und durfte mich dann entscheiden, wo ich meine Lehre machen möchte. Ich entschied mich fürs ­Hotel Dolder. Im ersten Lehrjahr arbeite ich von 7 bis 16 Uhr, dann kann ich doch noch Fussball spielen gehen. Ich hatte zwei Mal als Zimmermann geschnuppert, weil mein Bruder einer ist und er immer jammerte, dass es so anstrengend sei. Ich wollte herausfinden, ob das stimmt.»

Nico wird Kaufmann (Bank)

«Mein Cousin macht auch das KV auf einer Bank. Meine Mutter meldete mich für Infoanlässe für das KV auf der Gemeinde, bei Versicherungen, Banken und Treuhand­büros an. Ich wusste, dass ich das KV machen will, aber noch nicht in welcher Branche.»

Der Berufswahlfahrplan der Schule Zollikon:
www.schulezollikon.ch/_docn/502696/202511_Berufswahlfahrplan.pdf

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