Von Dominique Pierre Lüthi ‒ 8. Mai 2026

Ein Weinglas in der Hand, wärmende Sonnenstrahlen auf der Haut und eine Sicht über die Reben hinweg auf den Zürichsee: Solche Momente durften viele Weinfans am vergangenen Wochenende erleben. Vom 1. bis 3. Mai öffneten Winzerinnen und Winzer ihre Kellertore, um ihre edlen Tropfen vorzustellen. So auch das einzige in Küsnacht verbliebene Weingut des Ehepaars Diederik und Patricia Michel.
Unter Sonnenschirmen sassen die Gäste an den Tischen, degustierten sich durch das Sortiment und genossen dazu Fischknusperli oder eine Wurst vom Grill. Der kühle Wein in Kombination mit den warmen Temperaturen war für die Winzer ideal. «Die drei Tage waren ein voller Erfolg. Aufgrund des Wetters hatten wir dieses Jahr besonders viele Gäste», sagt Patricia Michel. Besonders am 1. Mai sei ihr Weingut stark besucht gewesen. «Da es sich bei den ‹Offenen Weinkellern› um einen offiziellen Anlass in der ganzen Deutschschweiz handelt, kamen auch viele Leute von weit her.»
Das Klima am Zürichsee ist für den Weinbau ideal. Die Weinberge profitieren von den milden Temperaturen, die das Gewässer mit sich bringt. Schon die Römer erkannten die günstigen Verhältnisse und brachten die Reben in die Region. Viele Hänge wurden bepflanzt, flachere Lagen für den Weinbau hergerichtet. Zum Vergleich: In Erlenbach gibt es 2,14 Hektaren Rebfläche, in Küsnacht sind es 4,44 Hektaren, Zollikon verfügt nur noch über 0,28 Hektaren. Über die grösste Fläche verfügt Stäfa mit 46,88 Hektaren. In allen Gemeinden ist der Blauburgunder am stärksten vertreten, gefolgt vom Riesling-Silvaner und dem Räuschling.
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