Resilienz

Von Joachim Lienert ‒ 15. Mai 2026

Resilienz ist die psychische Widerstandsfähigkeit, Schicksalsschläge zu bewältigen und als Chance zur Weiterentwicklung zu nutzen. Was nach einer menschlichen Eigenschaft klingt, entstammt der Materialkunde: Als resilient – zurückspringen, abprallen – bezeichnet man Stoffe, die nach starker Spannung wieder in ihren Ursprungszustand zurückkehren. Zum Beispiel ein Gummiball. Resilienz kann man lernen, sich aneignen. Die einen tun es in der Kirche, mit Gott, die Auffahrt gibt ihnen Hoffnung. Andere tun es mit Meditation, bei einem Bier (nicht gleichzeitig); manche bei einem Spaziergang im Wald, mit Freunden, mit dem Diensthund. Die Schule kann zur Resilienz von Kindern beitragen. Resilienz ist ein Regenschirm, an dem Schicksalsschläge abprallen. Zum Beispiel mit Palliative Care, die Menschen und ihr Umfeld stärker macht. Die Schicksalsschläge kommen, der Tod kommt, irgendwann. Aber, um es mit dem grossen Philosophen Snoopy zu sagen: «Eines Tages werden wir sterben. Aber an allen anderen Tagen nicht.» Ich wünsche Ihnen einen Regenschirm voller Resilienz.

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