Von Joachim Lienert ‒ 22. Mai 2026

Schule ist, wenn auch die Lehrerinnen und Lehrer Unterricht nehmen. Für die Impulse Days, die die Primarschule Oescher mit der Partnerorganisation MyBluePlanet durchführte, erhielten auch die Lehrpersonen eine Schulung. Dabei holten sie sich das nötige Rüstzeug, um die Schülerinnen und Schüler in Workshops an Themen der Nachhaltigkeit heranzuführen. Die Lehrerin und Projektleiterin Brigitt Gebs erklärt: «Jetzt spüren wir, dass das Projekt greift. Durch die verschiedenen Anlässe über die letzten zwei Jahre haben die Schülerinnen und Schüler wertvolles Wissen gefestigt und jetzt in den Workshops sehr praxisorientiert gelernt.» Auf allen Stufen, vom Kindergarten bis zur 6. Klasse, führte die Schule in den letzten zwei Wochen jeweils an einem Halbtag einen Impulse Day durch, alle Lehrpersonen beteiligten sich am Unterricht. Im Hort wiederum verwöhnten sich die Kinder verschiedener Schulstufen mit einem Klimaznüni. Sie ergänzt: «Das war auch ein Event. Mit 30 Kindern haben die Workshop-Leiterinnen Znünis für 280 Kinder hergestellt.» Jedes Kind erhielt einen feinen, klimaschonenden Znüni, etwa Energy Balls, die mit Nussmasse zubereitet wurden.
Daniela Schick von MyBluePlanet erklärt: «In der Mittelstufe führten die Lehrpersonen zusammen mit dem Nachhaltigkeitsrat aus Schülerinnen und Schülern einen Postenlauf zu den Themen Abfall und Ressourcen, Biodiversität und Energie durch.» Beim Biodiversitätsposten handelte es sich um ein Fangis. Die Schülerinnen und Schüler schlüpften in die Rolle von Tieren, suchten passende Lebensräume und Kleinstrukturen und mussten gleichzeitig darauf achten, nicht von den Wildschweinen gefangen zu werden. «Im Verlauf des Spiels wurden einzelne Lebensräume verändert. Beispielsweise wurde die Trockenmauer durch eine Betonmauer ersetzt, wodurch der passende Lebensraum für gewisse Tiere wie die Blindschleiche verschwand.» Beim Thema Abfall lernten die Kinder die Trennungsarten kennen, und beim Posten Energie steckten sie Geräte ein, massen deren Energieverbrauch und erfuhren, welche Energiequellen schädlich sind und welche erneuerbar. Auch in der Unterstufe und im Kindergarten wurden die Lehrpersonen geschult. Sie führten den Vormittag zu den Themen Wetter und Klima anschliessend mit ihren eigenen Klassen durch.
Die Schule Oescher hatte im Rahmen des Projekts «Nachhaltiges Oescher» bereits letztes Jahr einen Blackout Day (ZoZuBo 6/2025) durchgeführt, an dem die Kinder bei einem simulierten Stromausfall durchspielten, wie stark der Mensch von Energie abhängig ist. Am Aktionstag Solarenergie (ZoZuBo 41/2025) installierten sie eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Schulhauses. Brigitt Gebs ist begeistert: «Mit den Solaranlagen können wir 50 Prozent der Energie, die das Schulhaus und das Betreuungshaus benötigen, selbst produzieren. Da sehen die Kinder konkret, welche Wirkung solche Massnahmen haben.» Nächstes Jahr findet im Frühling im Schulhaus Oescher eine Projektwoche zum Thema Biodiversität statt. Die Schule hofft, damit eine nachhaltige Anpassung an die Lebensumwelt zu bewirken – frei nach ihrem Projektmotto: «Wir im Oescher können’s lenken, wenn wir nachhaltiger denken.»
Bei uns im Oescher wurde ein Abfalleimer gebaut, bei dem der Abfall getrennt wird. Die meisten Schüler/-innen beachten diese Symbole nicht und werfen ihren Abfall bei der nächstbesten Trennzone weg. Dieses Trennsystem ist gut für die Umwelt. Es gibt verschiedene Abfälle, die getrennt werden, z. B. Karton, PET, Papier, Alu, Metall, Plastik, elektronische Geräte u. s. w. Am Impulse Day haben wir gelernt, wie wir der Umwelt helfen können, nur indem wir Abfall trennen. Wir haben auch gelernt, was wir tun können, um unseren ökologischen Fussabdruck zu verkleinern. Dieses Wissen wollen wir euch weitergeben:
1. Stelle das Licht nur an, wenn du es wirklich brauchst.
2. Anstatt die Heizung hochzudrehen, ziehe einen warmen Pullover an.
3. Koche mit Deckel auf dem Topf, damit nicht so viel Dampf entweicht.
Rettet mit uns die Umwelt und verkleinert euren ökologischen Fussabdruck. Wir im Oescher können’s lenken, wenn wir nachhaltiger denken.
Lieve d. V. und Amélie W.
Den Znüni hatten die 2. Klässler von Frau Flükiger für uns vorbereitet. Sie haben sich sehr Mühe gegeben beim Znüni. Es gab Gurken, Karotten, Äpfel, Energiebälle und Sandwiches mit Hummus, Mozzarella und Tomaten. Es war sehr cool, weil wir länger Pause hatten. Energie: Wir mussten beim ersten Posten Kärtchen sortieren. Beim zweiten Posten mussten wir fünf Geräte in Watt messen. Der Wasserkocher war der stärkste. Er war 1900 Watt; das war viel. Die LED-Lampe brauchte nur sieben Watt; das schwächste von allen.
Dario S. und Paul W.
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