Von Lea Moser ‒ 22. Mai 2026

Die Schule Zumikon bietet den 53 Schülerinnen und Schülern der 6. Klasse einen kostenlosen Gymivorbereitungskurs an, der jeweils kurz nach den Sommerferien beginnt. Jeden Mittwochnachmittag finden zwei Lektionen statt, eine in Deutsch und eine in Mathe. Das Angebot wurde dieses Jahr von gut 20 Kindern genutzt. Kurz vor der richtigen Prüfung wurde eine Prüfungssituation simuliert, um das Selbstvertrauen der Schülerinnen und Schüler zu stärken. Bei 23 Zumiker Schulkindern war die intensive Prüfungsvorbereitung erfolgreich – sie dürfen ans Langzeitgymnasium wechseln. Letztes Jahr waren es deren 15. Von den total 1146 Schülerinnen und Schülern aller 6. Klassen im Bezirk Meilen haben sich 488 an die Prüfung für das Langzeitgymnasium gewagt. Das entspricht einem Anteil von 42,6 Prozent. 56,6 Prozent haben die Prüfung bestanden. In Zollikon haben 79 der 130 Sechstklässlerinnen und Sechstklässler die Gymi-Prüfung absolviert – 50 davon erfolgreich, vier von ihnen werden ein privates Gymnasium besuchen. Auch die Schule Zollikon bietet in den Schulhäusern Rüterwis und Oescher jeweils kostenlose Vorbereitungskurse an.
Philipp Apafi, den Schulleiter der Schule Zumikon, interessieren die Quoten der bestandenen Prüfungen nicht sonderlich: «Ich finde es viel spannender, wer die Probezeit bestanden hat. Dann wissen wir, dass die Schülerinnen und Schüler am richtigen Ort sind. Für mich ist es wichtig, dass die Kinder die passende Schule finden und erfolgreich auf ihrem Lernweg weiterbegleitet werden.» Er ist der Meinung, die Eltern würden dem Langzeitgymnasium einen viel zu hohen Stellenwert beimessen. Der Druck auf die meistens erst zwölfjährigen Kinder sei etwas problematisch. «Wir zeigen den Eltern auf, dass der Übertritt in die Sek mit dem späteren Einstieg ins Kurzgymnasium oft passender wäre, da die Kinder dann reifer sind.» Im Frühling gibt es jeweils einen Informationstag für Eltern mit Kindern in der 5. Klasse. Da erkläre man das Schweizer Bildungssystem und zeige auf, dass man auch zu einem späteren Zeitpunkt noch den akademischen Weg einschlagen könne.
In der Sekundarschule Zollikon-Zumikon haben 38 Schülerinnen und Schüler die schulinternen Vorbereitungskurse fürs Gymi, die Berufsmittelschule (BMS) und die Fachmittelschule (FMS) besucht. Von sämtlichen 77 Jugendlichen der 2. Sekundarstufe wurden 21 an das Kurzgymnasium aufgenommen. Von den 43 Schülerinnen und Schülern aus der 3. Sek haben zehn die Gymi- und vier die BMS-Prüfung bestanden. Im Bezirk Meilen fassten 291 von 906 Schülerinnen und Schülern das Kurzgymnasium nach der 2. Sekundarstufe ins Auge – 43 Prozent erhielten einen positiven Bescheid. Ebenfalls 43 Prozent der insgesamt 172 geprüften Jugendlichen aus der 3. Sekundarstufe haben die Gymiprüfung bestanden.
Nebst den Gymnasien gibt es weitere Mittelschulen, die sich ebenfalls grosser Beliebtheit erfreuen. Von den 741 Jugendlichen, die im Bezirk Meilen die 3. Sek besuchen, absolvierten 138, das sind 18,9 Prozent, die Aufnahmeprüfung für die Handelsmittelschule (HMS), davon wurden 55,1 Prozent aufgenommen. 84 Schülerinnen und Schüler gingen an die Aufnahmeprüfung für die FMS. Davon haben 34, sprich 40,5 Prozent, bestanden. 112 Jugendliche entschieden sich wiederum für die Berufsmaturität während der Berufslehre. Ganze 74,1 Prozent von ihnen, also 83 Schülerinnen und Schüler, waren erfolgreich. «Es freut uns, dass eine hohe Anzahl der Schülerinnen und Schüler, welche eine Gymi-, BMS-, FMS- oder HMS-Prüfung abgelegt haben, diese bestanden. Die Statistik der Bildungsdirektion zeigt, dass die Zahlen im oberen Durchschnitt des Bezirks Meilen liegen», sagt Urs Rechsteiner, Leiter Bildung der Schule Zollikon. Die Zolliker Lehrkräfte würden sich stark dafür einsetzen, dass jedes Kind den für sich richtigen Platz beim Übertritt in die Oberstufe oder als Anschlusslösung an die Sekundarschule findet. «Dabei orientieren wir uns als Schule Zollikon nicht an einer Bestehensquote, sondern an einer passenden Lösung für jedes einzelne Kind.» Die Bilanz nach der Gymi-Probezeit war letztes Jahr übrigens erfreulich: Nur zwei Schülerinnen und Schüler wechselten anschliessend in die 1. Sek, ein Schüler in die 2. und zwei weitere in die 3. Sek.
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