Kein Stillstand für sichere Velorouten

Von Lea Moser ‒ 29. Mai 2026

Die Schaffung sicherer Velo­routen war eines der Legis­­laturziele 2022 bis 2026 des Zolliker Gemeinderats. Jetzt bewilligte er die Kreditabrechnung des Velokonzepts – mit Mehrkosten von 4 000 Franken.

Die neue Rampe neben dem Brunnen: Noch birgt sie Gefahrenpotenzial; Signalisation und Markierung sollen es entschärfen. (Bild: lmo)
Die neue Rampe neben dem Brunnen: Noch birgt sie Gefahrenpotenzial; Signalisation und Markierung sollen es entschärfen. (Bild: lmo)

Die Gemeinde be­auftragte ein Architektur- und ­Planungsbüro mit der Erarbeitung eines neuen Konzepts für sichere Velorouten in Zollikon. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 69 000 Franken – 4000 Franken mehr als budgetiert. «Die Gründe hierfür liegen darin, dass sich das Projekt ‹Sichere Velowege in Zollikon› nicht nur auf unsere Gemeindestrassen beschränkt, sondern auch erhebliche Auswirkungen auf die Nachbargemeinden sowie auf die Kantonsstrassen hat», sagt Melanie Marday, Leiterin Kommunikation der Gemeinde Zollikon.

Frühzeitig Einfluss nehmen

Gleichzeitig hätten die Sanierungsprojekte des Kantons am Dufourplatz sowie der VBZ bei der Rehalp unmittelbar vor der Umsetzung gestanden. «Das Projektteam nutzte die Chance, frühzeitig Einfluss auf die Planungen nehmen zu können. Dafür waren vertiefte Abklärungen unter Einbezug aller beteiligten Stellen notwendig.» In diesem Zusammenhang fanden zusätzliche Sitzungen statt, ebenso mussten nicht vorgesehene Begehungen vor Ort durchgeführt werden. Dies habe letztlich zu den Mehrkosten geführt. Bei der Velowegführung am Dufourplatz sowie im Bereich Rehalp konnte die Gemeinde dank der frühen Mitsprache aktiv Einfluss nehmen und Verbesserungen für den Veloverkehr erwirken: Am Dufourplatz wurde bereits eine Rampe für die direkte Veloverbindung von der Zollikerstrasse zur Alten Landstrasse realisiert. Derzeit laufen die letzten Gespräche mit dem Kanton bezüglich Signalisation und Markierung des Velowegs. Ursprünglich war an der Alten Landstrasse eine Begegnungszone angedacht. Ob diese tatsächlich umgesetzt werden könne, hängt laut Melanie Marday unter anderem auch von der Zustimmung des Kantons zu der Signalisationsänderung ab. Da die Tiefbauarbeiten stark vom Fernwärmeprojekt abhängig sind, würden die Arbeiten frühestens 2028 beginnen.

Neue Signalisation muss warten

Aufgrund der derzeit zahlreichen Strassenbaustellen infolge des Fernwärmeprojekts und der Arbeiten bei der Forchbahnhaltestelle Waldburg ergebe es aktuell wenig Sinn, die Signalisation des gesamten Velonetzes in Zollikon umfassend anzupassen, sagt Melanie Marday. Diese soll 2027 und 2028 gemeindeweit auf den neuesten Stand gebracht werden. Einzelne Signalisationen und Markierungen werden jedoch noch dieses Jahr ­erneuert oder angepasst – etwa die Velomarkierungen auf dem Parkplatz Allmend.

Zusätzliche Veloabstellplätze

Die Gemeinde will darüber hinaus zusätzliche Veloabstellplätze schaffen, vor allem an wichtigen ÖV-­Haltestellen, Bahnhöfen und auf dem Dorfplatz (ZoZuBo 28/2025). Bislang wurden diesbezüglich noch keine konkreten Gespräche mit der SBB oder der Forchbahn geführt. Derzeit arbeite die Gemeinde an ­einer einheitlichen Lösung für das gesamte Gemeindegebiet. Eine spruchreife Variante liege aktuell noch nicht vor. «Durch unseren Einfluss konnten jedoch bei der sanierten Tramhaltestelle Rehalp zusätzliche Veloabstellplätze geschaffen werden», so Melanie Marday.

Mobile Veloständer

Auch beim Thema Veloabstellplätze beeinflusst das Fernwärmeprojekt die Umsetzung: Da ab 2027/2028 die Alte Landstrasse und damit auch der Dorfplatz von den Arbeiten betroffen sein werden, wird die Bauabteilung bei der entsprechenden Planung die Schaffung von fixen Veloabstellplätzen vorsehen. «Als Sofortmassnahme wurden zwei mobile Veloständer aufgestellt. Einer davon wurde inzwischen ­leider entwendet. Um die Situation kurzfristig weiter zu verbessern, sind zusätzlich drei temporäre ­mobile Veloständer im Bereich des Dorfplatzareals geplant.» Die Umsetzung erfolge demnächst. Bleibt zu hoffen, dass die neuen etwas standhafter sind.

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