Von Joachim Lienert ‒ 5. Juni 2026

Die EPI Chilbi ist Vergangenheit. Sie fand jeweils an zwei Tagen statt und zog rund 800 Besucherinnen und Besucher an. Jetzt will die 1886 gegründete EPI Stiftung mit dem EPI Fest ein neues Kapitel aufschlagen. Marco Beng, der CEO der Stiftung, sagt: «Das neue Format konzentriert sich auf einen einzigen Festtag mit einem kompakteren und gezielteren Programm. Dadurch entsteht eine persönlichere Atmosphäre mit mehr Begegnung, Qualität und Erlebnis für die Besucherinnen und Besucher.» Während die Chilbi vor allem ein Anlass für die Bewohnenden und die Nachbarschaft war, möchte man jetzt verstärkt auch die breite Öffentlichkeit ansprechen.
Das weitum bekannte Karussell, das symbolisch für die Chilbi stand, wird es nicht mehr geben. Doch beliebte Attraktionen wie Ponyreiten, Rollstuhlparcours, Flohmarkt und Kinderschminken stehen weiterhin auf dem Programm. «Dieses erweitern wir mit diversen neuen Glanzlichtern, darunter eine Hüpfburg und eine Schokokuss-Wurfmaschine. Darüber hinaus stellen wir die Bereiche der EPI vor, führen Rundgänge durch und laden zu spannenden Referaten von Ärztinnen und Ärzten», sagt Silvia Kraus, die Leiterin Marketing und Kommunikation der EPI Stiftung.
Ein Theater der Oberstufenschule Lengg, eine Ausstellung von Bewohnenden, Klientinnen und Klienten des EPI WohnWerks sowie musikalische Darbietungen gehören ebenfalls dazu. Ein Höhepunkt dürfte der Auftritt der Schweizer Sängerin Sarah-Jane werden. Zudem wird man auf dem Festareal zwei weiteren bekannten Köpfen begegnen, sagt die Marketingleiterin: «Der deutsche Fernsehkoch Mike Süsser wird zusammen mit unserem Chefkoch Bernd Ackermann das kulinarische Angebot gestalten – mit zahlreichen Streetfood-Ständen und einer breiten Auswahl an Speisen. Viele Leute kennen auch den Berner Singer-Songwriter Flo LeBeau.» Dessen Musik bewege «sich stets in einem Spannungsfeld zwischen Sehnsucht, Vernunft, Selbstzerstörung und Überlebenskampf», wie er auf seiner eigenen Website schreibt. In diesem Jahr erscheint sein Debütalbum «Epilepsy»; ein Titel mit Hintergrund, ist Flo LeBeau doch selbst von Epilepsie betroffen. «Neben seiner musikalischen Darbietung wird er am Fest ein öffentliches Gespräch mit unserem Arzt und Professor Lukas Imbach führen», sagt Silvia Kraus.
Viele Zollikerinnen und Zolliker schätzen die Lage der Epilepsie-Stiftung über dem See, gehen mit ihren Kindern regelmässig dort spielen oder geniessen das Essen im öffentlichen Restaurant, im Sommer unter lauschigen Bäumen samt prächtiger Seesicht. Die einen kennen das Areal, andere das EPI WohnWerk oder die Stiftung selbst. Die Kommunikationsverantwortliche sagt: «Wir nutzen das Fest, um die EPI als ganze Institution vorzustellen. Auch für die Bewohnenden ist ein Fest direkt vor ihrer Haustür etwas Besonderes. Da kommen Angehörige, Familien mit Kindern und viele weitere Interessierte zusammen.» Im EPI WohnWerk leben verteilt auf drei Wohnhäuser 175 Bewohnerinnen und Bewohner. Viele von ihnen arbeiten auch im EPI WohnWerk – in der Gärtnerei und Floristik, der Arealpflege, der Tierhaltung, dem heilpädagogischen Reiten und der Produktionswerkstatt, die Aufträge für die Wirtschaft und Industrie ausführt. Marco Beng verspricht: «Das EPI Fest wird ein Tag voller Unterhaltung, Spass, Genuss – und zugleich mit echten Einblicken in unsere Tätigkeit für die Epilepsie sensibilisieren.»
EPI Fest: Samstag, 13. Juni, 10 bis 21 Uhr, EPI Areal, Bleulerstrasse 60, Zürich
Programm: www.swissepi.ch/epi-fest
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