Hallenbad Juch: keine längeren Öffnungszeiten

Von Joachim Lienert ‒ 5. Juni 2026

Der Zumiker Gemeinderat nahm eine Anregung von Leserinnen und Lesern des Zolliker Zumiker Boten auf und diskutierte eine Verlängerung der Öffnungszeiten des Hallenbads Juch. Er hat sich dagegen entschieden.

Die Badi Juch wird auch vom Schwimmklub Zollikon wegen der Sanierung der Badi Fohrbach für seine Trainings rege genutzt. Eine Verlängerung der Öffnungszeiten wegen der Zolliker gibt es aber nicht. (Bild: jli)
Die Badi Juch wird auch vom Schwimmklub Zollikon wegen der Sanierung der Badi Fohrbach für seine Trainings rege genutzt. Eine Verlängerung der Öffnungszeiten wegen der Zolliker gibt es aber nicht. (Bild: jli)

In seiner Sitzung vom 4. Mai diskutierte der Gemeinderat eine mögliche Ausweitung der Öffnungszeiten. Im Sitzungsbericht nimmt er explizit Bezug auf eine Anregung, die der Zolliker Zumiker Bote aufgrund von Wünschen aus der Bevölkerung angestossen hatte: «Im Rahmen einer Berichterstattung im Zolliker Zumiker Boten zum Neujahrsapéro wurden einzelne Wünsche nach verlängerten Öffnungszeiten des Hallenbads Juch am Wochenende geäussert. Der ­Gemeinderat hat deshalb mögliche Optionen für eine Ausweitung der Öffnungszeiten diskutiert.»

Im Zentrum der Diskussion stand eine Verlängerung der Hallenbad-Öffnungszeiten an den Wochenenden in der Wintersaison von Mitte September bis Anfang Mai. Gerade weil die Zolliker Badeanlage Fohrbach noch immer geschlossen ist, kam auch aus der Nachbargemeinde der Wunsch auf, das Hallenbad möge doch länger geöffnet haben als nur bis um 17.30 Uhr.

Zweifel an der Nachfrage

Gemäss Gemeindeschreiber Thomas Kauflin betrachtet es der Gemeinderat jedoch als fraglich, ob eine Verlängerung tatsächlich zu höheren Besucherfrequenzen führen würde. Sie würde aber den Personalaufwand erhöhen und zusätzliche Personalkosten pro Winterhalbjahr von rund 7500 bis 12 000 Franken generieren. Thomas Kauflin sagt: «Es ist zu befürchten, dass die Nachfrage nicht ganz so gross wäre, wie man vielleicht denkt. Vielmehr könnte es zu einer Ver­lagerung kommen: So könnten ­Leute, die bisher bis um halb sechs schwammen, einfach erst eine Stunde später in die Badi Juch kommen.» Abgesehen von höheren Kosten bewirke das nicht so viel. Der Gemeinderat weist darauf hin, dass ein Badebetrieb für eine Gemeinde nie kostendeckend sei, da man die Eintrittspreise nicht beliebig hoch ansetzen könne. Im Sitzungs­bericht heisst es: «Der Betrieb der Badi Juch bedeutet für die Gemeinde Zumikon einen jährlichen Aufwandüberschuss von rund 1 bis 1,3 Millionen Franken. Eine Erweiterung der Öffnungszeiten würde ­somit zwangsläufig auch eine Erhöhung des Aufwandüberschusses bedeuten.»

Abstimmung mit Zollikon angedacht

Aus diesen Gründen entschied der Gemeinderat, die Idee einer Ver­längerung der Öffnungszeiten momentan nicht weiterzuverfolgen. ­Thomas Kauflin betont: «Wenn die Badi Fohrbach Richtung Abschluss­arbeiten und Wiedereröffnung zugeht, wäre es unsere Idee, dass ­Vertreter der beiden Gemeinden im Idealfall einmal zusammensitzen und gemeinsam schauen, ob eine Abstimmung der Öffnungszeiten im beidseitigen Interesse sein könnte.»

Die Lust auf Schwimmzüge im Hallenbad dürfte angesichts der zunehmend hohen Temperaturen ohnehin moderat sein. Die Alternativen sind da schon verlockender: Das Freibad Juch hat bei schönem Wetter täglich bis um 20 Uhr offen. Der See wiederum kennt ausserhalb der Badeanstalten sowieso nur eines: den 24-Stunden-Betrieb – im Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

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