Fohrbach: Etappenziel erreicht

Von Lea Moser ‒ 19. Juni 2026

Die Baustelle des Schwimmbads Fohrbach macht Fortschritte und liegt im Zeitplan: Am Mittwoch vergangener Woche wurde die Aufrichte gefeiert. Rund 110 an der Baustelle beteiligte Personen waren dabei.

Wo die Bauleute das Richtfest feierten, werden sich nächstes Jahr die Badegäste verköstigen. (Bild: lmo)
Wo die Bauleute das Richtfest feierten, werden sich nächstes Jahr die Badegäste verköstigen. (Bild: lmo)

Die Richttanne steht auf dem Badi-Restaurant und verkündet: Der Holzbau des neuen Gastrogebäudes ist fertiggestellt und der Rohbau abgeschlossen. Am Aufrichtfest wurde dieser Meilenstein vergangene Woche mit einer Grillade für alle Mitarbeitenden der Baustelle gebührend gefeiert. Der Gemeinderat André Müller, Ressortvorsteher Sicherheit und Umwelt, bedankte sich in seiner Ansprache bei den Bauleuten für ihren Einsatz: «Der Holzbau stand ruckzuck, wir haben gestaunt, wie schnell das ging.» Es wurde auf den Baufortschritt angestossen, und der Polier warf traditionell sein Weinglas – denn Scherben bringen auch auf Baustellen Glück.

Ganzjähriger Restaurantbetrieb

Wetterglück gab es für das Fest hingegen keines. Es bleibt zu hoffen, dass Petrus bei der Eröffnung in einem Jahr sommerlicher gestimmt ist. Das Restaurant erhält nämlich eine grosse Faltschiebewand, die sich über die ganze Breite öffnen lässt. Zukünftig werden da, wo die Festbänke für das Richtfest aufgebaut waren, Badegäste auf der Sonnenterrasse mit Blick auf das Freibad sitzen. In der Mitte wird das Restaurant durch eine faltbare Trennwand unterteilt, damit zwei Klimazonen möglich sind: eine für die Badegäste und eine für Personen mit Strassenkleidung. Das Restaurant und der Kinderspielplatz werden künftig das ganze Jahr über öffentlich zugänglich sein – Letzterer von September bis Mai kostenlos. «Aktuell sind wir gut im Zeitplan für die Eröffnung im Mai 2027. Bis Ende Juni sollte die Fassade im Gastrobereich fertig sein», sagt Nico Hobi, zukünftiger Betriebsleiter des Schwimmbads.

Rutschbahn und Nachhaltigkeit

Auf dem Baustellenrundgang verrät Yoshi Nakahara, der Projektleiter der Gemeinde: «Anstelle der beiden Rutschbahnen wird es neu eine schnelle Rutschbahn mit Attraktionen und Zeitmessung geben.» Auch das Kinderplanschbecken im Freibad werde umgestaltet – mit Wasserlauf, Fontänen und Sonnensegel. Beim Aushub des Kinderbeckens stiess man auf Altlasten aus den 1990er-Jahren, die nun fachgerecht entsorgt wurden. «Früher nahm man es nicht so genau und betonierte einfach über asbesthaltige Bodenplatten aus den 1970er-Jahren. Die Gemeinde investierte nun in eine gründliche Schadstoffsanierung», so Yoshi Nakahara. Ein Augenmerk lege man auch auf die Neophyten-Bekämpfung: Die Kirschlorbeerhecke und das Chinaschilf wurden vollständig entfernt – als Nächstes ist der invasive Bambus dran. Nachhaltig sind auch die Photovoltaikanlage auf dem Dach und die neuen Regenwassertanks. «Wir sammeln das Regenwasser, um damit die Gartenanlage zu bewässern.» Und: Die Nanofiltration für die Wasserreinigung entspricht der neusten Technik und kommt mit weniger Chemikalien aus als die bisherige.

Wellness und Fitness

Die Ausschreibung für die Folienverkleidung laufe gerade, sagt Yoshi Nakahara und zeigt auf das 50-Meter-Becken. Und zu den Becken im Wellnessbereich erklärt er: «Wir haben gelernt, dass auch Chromstahl rosten kann. Eigentlich war vorgesehen, die Becken zu sanieren. Nun mussten wir sie ersetzen. Dies kostete uns Zeit und Geld.» Der Zugang zum Warmwasserbecken wird behindertengerecht umgebaut.
Der 2017 eröffnete Saunabereich bleibt unverändert, ebenso die Garderoben. Komplett neu werden hingegen die Schülergarderoben und der Fitnessbereich. Welcher Anbieter Letzteren pachtet, wird noch bekannt gegeben. Bis Ende Juni läuft die Ausschreibung für die Pacht des Restaurants. Es sind schon viele Bewerbungen eingegangen.

Tragende Rollen

Yoshi Nakahara präsentiert die neuen millionenschweren Säulen: «Der Statiker hat bestätigt, dass die tragenden Säulen in Ordnung sind und 30 Jahre halten. Die Fassadenstützen waren fortgeschritten korrodiert und mussten ersetzt werden» (ZoZuBo 38/2025). Auch der Dachzustand war weniger gut als angenommen. «Eine weitere kostspielige Investition sind die fast tausend Quadratmeter Technik im Untergeschoss», weiss Gideon Kistler, Bauleiter von BGS und Partner Architekten AG. Die Hallenbadtechnik ist das verborgene Herzstück des Bads – im Gegensatz zum Piratenschiff – dem auffälligen Wahrzeichen des Fohrbach. Dieses wird zurzeit in der Werft restauriert und freut sich schon auf die Kinder, die im Sommer nächsten Jahres wieder in die Rollen der Piratenkapitäne schlüpfen werden (ZoZuBo 23/2025).

Werbung

Neuste Artikel

ANMELDEN

Herzlich willkommen! Melden Sie sich mit Ihrem Konto an.