Zehn Tage Vollsperrung am Dufourplatz

Von Claudia Eberle-Fröhlich ‒ 3. Juli 2026

Die gute Nachricht vorab: Die Bauarbeiten am Dufourplatzkreisel verkürzen sich um fast vier Monate. Für die abschliessenden Arbeiten wird der Individual- und öffentliche Verkehr anfangs Sommerferien jedoch für zehn Tage mit einer Vollsperrung eingeschränkt.

Ab dem 23. Juli ist der Dufourplatzkreisel für alle wieder uneingeschränkt befahrbar – für Velos, Autos, Busse und mehr. (Bild: jli)
Ab dem 23. Juli ist der Dufourplatzkreisel für alle wieder uneingeschränkt befahrbar – für Velos, Autos, Busse und mehr. (Bild: jli)
Seit dem Februar saniert das kantonale Tiefbauamt den ältesten Kreisel des Kantons Zürich am Dufourplatz (ZoZuBo 5/2026). Dank des guten Wetters schritten die Arbeiten zügig voran, bereits in den nächsten Wochen wird der Belag eingebaut. Dafür muss der Dufourkreisel komplett gesperrt werden. Nur so lassen sich die drei obersten Belagsschichten effizient, qualitativ hochwertig und vor allem sicher verlegen. Deshalb wird der Verkehr vom Montag, 13. Juli, bis voraussichtlich Mittwoch, 22. Juli, um 5 Uhr umgeleitet. Die Buslinien 99, 910, 912, 916 sowie die Nachtbusse können den Dufourkreisel während dieser Zeit nicht passieren. Die Bushaltestellen Dufourplatz, Bahnübergang, Felbenstrasse, Gemeindehaus und Beugi werden nicht bedient. Aktuelle Informationen sind an den Haltestellen, in den Bussen und im Online-Fahrplan ersichtlich.

Querung der Fernwärme

Die Bergstrasse zwischen dem Dufourplatz und dem Gemeindehaus bleibt noch zwei weitere Tage als Einbahnstrasse geführt. Wie Thomas Meier von den Werken am Zürichsee erklärt, nutzt man die Vollsperrung, um eine Fernwärmeleitung von der Buchholzstrasse zur Oberdorfstrasse zu verlegen. «Die Arbeiten werden voraussichtlich innerhalb dieser Sperrung abgeschlossen sein», ist der Projektleiter überzeugt. Danach wird die Einbahnregelung aufgehoben, und die Bergstrasse kann wieder normal in beide Richtungen befahren werden. Sascha Rhyner, Mediensprecher der Baudirektion des Kantons Zürich, zeigt sich erfreut über die um fast vier Monate verkürzte Bauzeit. Neben den langen Schönwetterphasen, die den Bau begünstigten, lobt er die ausführende Tiefbaufirma: «Ohne deren Einsatz wäre der Bau nicht so effizient verlaufen.» Positiv äusserte er sich auch über die koordinierte Bauplanung mit den Werken am Zürichsee, die den Abschnitt beim Buechholz neben dem Polizeigebäude für die Fernwärme öffnen und das Verlegen der Leitungen ebenfalls in die Sperrung einbinden konnten.
Wie im Baujahr 1935 werden nach mehr als 90 Jahren wieder drei Uhren am Lichtkandelaber befestigt. (Bild: Ortsmuseum Zollikon)
Wie im Baujahr 1935 werden nach mehr als 90 Jahren wieder drei Uhren am Lichtkandelaber befestigt. (Bild: Ortsmuseum Zollikon)

Die Zeit bleibt nicht stehen, die Uhren schon

Am Kandelaber des Dufourkreisels kehrt ein Stück Zolliker Geschichte zurück. Drei grosse Uhren, wie sie bereits auf einem Foto aus dem Jahr 1935 zu sehen sind, werden wieder angebracht. Gemeinderat Dorian Selz bestätigt, dass die Montage genau nach dem Vorbild der ursprünglichen Version von 1935 erfolgt. Ein Hingucker, der Nostalgie und Moderne verbindet.  

Schulareal teilweise wieder befahrbar

Die erste Etappe der Fernwärmearbeiten an der Buchholzstrasse zwischen dem Restaurant Rössli und den Parkplätzen der Sportanlage Buechholz wurde bereits am letzten Freitag abgeschlossen. In den vergangenen Wochen mussten Umwege in Kauf genommen werden, um das Dorfzentrum zu erreichen. Die Gemeindeverwaltung betont, dass das Verständnis und die Geduld der Anwohnerschaft, der Schule und der Bevölkerung wesentlich zum erfolgreichen Fortschritt der Bauarbeiten beigetragen haben. Seit dieser Woche ist die Verbindung vom Sportplatz Buechholz in Richtung Dorfzentrum wieder ohne Einschränkungen passierbar. Schulwege und alltägliche Wege können somit wieder wie gewohnt zurückgelegt werden. Beim Bauabschnitt bei den Parkplätzen hinter der Bushaltestelle Gemeindehaus werden die letzten Arbeiten und der Belag in den nächsten Wochen fertiggestellt.

Für die Chilbi, das beliebteste Fest der Zolliker Bevölkerung, werden die Durchgänge so organisiert, dass für Aussteller und Besucher nur kleine Einschränkungen entstehen. Der letzte Abschnitt der Buchholzstrasse im Bereich der Passerelle wird nach der Chilbi ausgeführt. Die Passerelle vor der Turnhalle bleibt bis zum Abschluss dieser letzten Etappe bestehen.

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