Zollikon

Zurück zum Normalverkehr

Die Zeit des Mehrverkehrs durch Zollikon ist bald zu Ende: Früher als geplant werden die Bau­arbeiten in Küsnacht abgeschlossen sein. Ganz vorbei ist es in der Gemeinde mit den Umleitungen aber damit noch nicht.

Bis zu 12 500 Fahrzeuge verkehrten gemäss der kantonalen Baudirektion an Spitzentagen in den letzten Monaten auf der Alten Landstrasse von Küsnacht nach Zollikon. Das sind rund 7000 mehr als üblich. Grund war die Baustelle auf der Seestrasse in Küsnacht, die eine Umleitung über die Oberwacht-, die Alte Land- und die Rotfluhstrasse nach Zürich mit sich brachte (wir berichteten). Die Dauer der Baustelle und somit der Umfahrungsroute war bis Ende November angekündigt. Wie Thomas Maag, Mediensprecher der Bau­direktion Zürich, aber auf Anfrage mitteilt, sollten die Bauarbeiten schneller abgeschlossen werden können als geplant. «Dank Beschleunigungsmassnahmen, sprich der Einführung von Samstags­arbeit, können wir die Umleitung nach Zürich statt Ende November voraussichtlich bereits Ende Oktober aufheben», sagt er. Im Grossen und Ganzen zieht er eine positive Bilanz der vergangenen Monate. Die Arbeiten seien schneller abgeschlossen worden und aufgrund der Baustelle hätten sich keine Unfälle ereignet. Heikel seien aber in Küsnacht vereinzelte Velofahrende Richtung Zürich gewesen, die auf der Seestrasse im Baustellenbereich zur Umfahrung des Einbahnregimes unrechtmässig das Trottoir benutzt und dort gefährliche Situationen hervorgerufen hätten. 

In Zollikon sorgte die Umfahrungsroute besonders zu Beginn für rote Köpfe wegen des Rückstaus an der Kreuzung der Bergstrasse und der Alten Landstrasse. Darauf reagierte der Kanton, indem er die Links­abbiegespur vor der Kreuzung Bergstrasse verlängerte. «Das hat den Rückstau reduziert», erklärt ­Thomas Maag. Der Zolliker Dorfkern indes habe entlastet werden können, nachdem die Gemeindepolizei die sofortige Sperrung der Alten Landstrasse für den Verkehr Richtung Zürich veranlasst habe, ergänzt Zollikons Gemeindeschreiber Markus Gossweiler. «Mit dieser Massnahme sowie der vom Kanton veranlassten Verlängerung der Abbiegespur konnte der Verkehrsfluss verbessert werden.» So habe die Gemeindepolizei Zollikon nach anfänglich gehäuften Beschwerden in der Folge nur noch vereinzelte Reklamationen erhalten. 

Zolliker Strasse bleibt Einbahnstrasse 

Noch nicht aufatmen können die Anwohner der Welti- und der Lenzenwiesstrasse – jener Strassen, über die der Bus nach Zürich umgeleitet wird, weil auf der Zolliker Strasse die Wasserleitungen ersetzt werden. Diese Arbeiten dauern noch an. «Die Zolliker Strasse bleibt bis voraussichtlich Mitte Dezember eine Einbahn», sagt Markus Gossweiler. Die Arbeiten verliefen nach Plan, im Moment sei die dritte Etappe im Gang. Frühzeitig fertig wie die Arbeiten an der Baustelle in Küsnacht werden sie also nicht sein. Somit bleiben denn auch das Linksabbiegeverbot von der Alten Landstrasse in die Zolliker Strasse sowie auch die Umleitungsroute für den Bus bestehen. Den Anwohnern der Busumfahrungsroute bricht der Gemeindeschreiber eine Lanze: «Sie haben sehr verständnisvoll reagiert, was überhaupt nicht selbstverständlich ist.» Geöffnet wird hingegen bereits die Durchfahrt der Alten Landstrasse. «Versuchsweise», wie Markus Gossweiler erklärt. Sollten wiederum zu viele Autofahrer durch den Dorfkern fahren, werde die Sperrung Richtung Zürich wieder verhängt. (mmw)

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