Musikfest zum Jubiläum

Anlässlich seines 20-jährigen Jubiläums lud der Kiwanis Club Zollikon zu einem Konzert des Jugend Sinfonieorchesters Zürich in den Gemeindesaal. Es ist bereits das 15. Benefizkonzert, das mit dem Orchester realisiert wird. Der Erlös wird für die Jugend- und Kulturförderung eingesetzt.

Flink bewegen sich Hani Songs Finger über den Geigenhals. Den Bogen lässt die Violinistin mal schnell, mal langsam über die Violine streichen. Sie zupft an den Saiten ihrer Geige, dann wieder entlockt sie dem Streichinstrument mit dem Bogen einen warmen, melancholischen Klang. Ihr Solo wechselt ab mit dem Einsatz des Gesamtorchesters. Mal forte, dynamisch und beschwingt, mal gemächlich und leise begleitet das Jugendorchester die Violinistin. «Wahnsinn», flüstert eine Besucherin ihren Sitznachbarn zu, als das Publikum nach dem Stück zu applaudieren beginnt. Die Violinistin Hani Song und das Jugend Sinfonieorchester ernten grossen Beifall. Gespielt wurde das Violinkonzert op.35 in D-Dur des russischen Komponisten Peter I. Tschaikowski. Das Konzert gilt als äusserst schwierig zu spielen. Doch die 1997 geborene Hani Song, Schülerin am Gymnasium Rämibühl in Zürich, meistert das Stück aus dem 19. Jahrhundert. Schon zum 15. Mal spielt das Jugend Sinfonieorchester Zürich, das 1987 gegründet wurde, in Zollikon.

Albert Schweitzers Gedankengut weitervermitteln

Das Benefizkonzert stand in diesem Jahr auch ganz im Zeichen der Jugend. So fliesst auch der Erlös aus dem Abend an die Jugend- und Kulturförderung. Und zwar über eine Initiative, die zum Ziel hat, Jugendlichen das Gedankengut von Albert Schweitzer zu vermitteln. Deshalb war auch der «Schweizer Hilfsverein für das Albert-Schweitzer-Spital in Lambarene» am Konzert zu Gast. «Vor 100 Jahren hat der Urwalddoktor Albert Schweitzer – Humanist, Musiker, Theologe und Friedensnobelpreisträger – die Ethik mit den Worten 'Ehrfurcht vor dem Leben' geprägt», erzählt Kiwanis-Mitglied Aschi von Gunten. Eine Lehrerin verfasste in diesem Zusammenhang die Jugendschrift «Mona in Afrika». Diese will zu solidarischem Wirken in der Schweiz anregen. «Mona soll in Schulklassen gebracht werden und Lehrpersonen motivieren, gemeinsam mit ihren Klassen Projekte durchzuführen», erklärt Aschi von Gunten die Initiative.

Die Idee, Schulkinder zu solidarischem Handeln zu animieren, diskutierte er schon oft mit seinem Bruder Fritz von Gunten. Dieser ist Präsident des «Schweizer Hilfsvereins für das Albert-Schweitzer-Spital in Lambarene». «Albert Schweitzer befasste sich mit zeitlosen Themen», betont der Berner. Für Schweitzer standen der Mensch, die Natur, Tiere und Pflanzen im Zentrum. «Was hat ihn bewegt? Welche Themen beschäftigten ihn? Dies soll diskutiert und mit der Frage verknüpft werden, ob die Themen von gestern auch heute noch relevant sind», erklärt der Präsident des Hilfsvereins. Dadurch ergebe sich ein Brückenschlag zu heute. Schliesslich, so Fritz von Gunten, sei Schweitzers Ethik «Ehrfurcht vor dem Leben» aktueller denn je. (sb)

Lesen Sie den ausführlichen Bericht in der aktuellen Ausgabe des Zolliker Boten vom Freitag, 10. Oktober 2014.

 

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