Zu Fuss über den Gotthard

Die 18-jährige Vera Meier ist in Zollikon zwischen Berg und Dorf aufgewachsen. Bewegung ist für sie etwas vom Wichtigsten im Leben. Es verwundert also nicht, dass sie sich auch für ihre Maturarbeit sportlich betätigte.

Die aktive Schülerin der Kantonsschule Küsnacht möchte Kinderärztin werden und mit ihrer Arbeit dazu beitragen, dass es den Jüngsten in unserer Gesellschaft gut geht.  In ihrer Tätigkeit als Leiterin bei den Pfadfindern hat sie bereits seit einiger Zeit die Möglichkeit, Kinder glücklich zu machen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Es sei für sie spannend zu sehen, wie sich die einzelnen Kinder in der Gruppe persönlich entwickelten

Neben der Pfadi spielt Vera Meier Fussball in der 3. Liga und Geige am Konsi. Eine Karriere in der Musik konnte sich die junge Zollikerin aber nie vorstellen. «Der Konkurrenzkampf, gerade wenn man Geige spielt, ist riesig. Nur sehr wenige Leute haben die Möglichkeit, mit ihrem Talent auch Geld zu verdienen. Und den Berufswunsch der Kinderärztin habe ich schon lange. Als Hobby ist die Musik aber etwas Wunderbares. 

Grundsätzlich liebt die engagierte Vera Meier die Vielfalt an Freizeitaktivitäten, die sie ausübt. «Es macht mir Spass, viele verschiedene Dinge zu machen», sagt sie. Die Bewegung steht dabei immer hoch im Kurs. So war es naheliegend, dass auch ihre Maturarbeit etwas damit zu tun haben sollte. «Als wir dann in der Physik mit einem Velo ein Radio antreiben konnten, kam mir die Idee, Wandern und Energie zu verbinden. Ich wollte den Energieverbrauch zweier Menschen vergleichen, die auf verschiedene Arten von A nach B kommen.»

Von Erstfeld nach Bodio

Die zentrale Frage in Vera Meiers Maturarbeit lautete dann, ob eine Person, die zu Fuss über die NEAT-Strecke von Erstfeld nach Bodio wandert, mehr oder weniger Energie verbraucht, als eine Person, die im Zug sitzend durch den Tunnel fährt. Der grösste Teil dieser Arbeit sei sehr theoretisch gewesen, sagt sie. Den Energieverbrauch der Person, die wandert, errechnete sie aber am eigenen Körper. Besonders die Umgebung, die Vegetation und die topografischen Anforderungen imponierten ihr. Den direkten Vergleich, was den Energieverbrauch angeht, hat Vera Meier zwar verloren, meint aber: «Ich habe dafür viel mehr erlebt, als wenn ich mit dem Zug durch einen Tunnel fahre. Die Landschaft war atemberaubend und ich bereue keine Minute.

Die Maturarbeit ist fertiggestellt und die Abschlussprüfungen stehen vor der Tür. Bevor sich Vera Meier dann der Herausforderung eines Medizinstudiums stellen wird, möchte sie ein Zwischenjahr einlegen. «Ich möchte nach Indien, um dort Hindi zu lernen. Mein Vater kommt aus Indien und das Land gefiel mir immer sehr gut. Ebenfalls möchte ich eine Saison als Skilehrerin im Wallis arbeiten. Erstens weil ich sehr gerne Ski fahre, zweitens weil ich so mein Französisch verbessern kann.» (fh)

Das ausführliche Persönlich lesen Sie im «Zolliker Bote» vom 11. April 2014.

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