Zollikon

Fast 6 Millionen Gewinn erwartet

Die Schülerzahlen steigen kontinuierlich: Der Schulpavillon Oescher muss auf­gestockt werden. (Bild: mmw)

Ein Plus von 5,9 Millionen Franken sieht Zollikons Budget für nächstes Jahr vor. Der Steuerfuss soll bleiben, wie er ist. 

Für das Budget 2020, über das die Zollikerinnen und Zolliker an der Gemeindeversammlung vom 27. November abstimmen, erwartet die Gemeinde einen Ertragsüberschuss von knapp 5,9 Millionen Franken. Für das Budget 2019 sah die Gemeinde noch ein Defizit von 300 000 Franken vor. Somit ist das erwartete Ergebnis um 6,2 Millionen Franken besser.

Die grösseren Abweichungen zum letztjährigen Budget ergäben sich hauptsächlich aus einmaligen Aufwänden und Erträgen, wie dem beleuchtenden Bericht der Gemeinde zu entnehmen ist. Der Aufwand beläuft sich 2020 auf 180,2 Millionen Franken und ist damit um 5,2 Millionen Franken tiefer als 2019. Nettoaufwände aus den Umteilungen von Liegenschaften vom Finanz- ins Verwaltungsvermögen und umgekehrt in der Höhe von 1,8 Millionen Franken tragen zum verminderten Aufwand bei. Bei diesen Umverteilungen handelt es sich um eine rein buchhalterische Massnahme, es fliesst also kein Geld, die Budgetzahlen werden aber dennoch davon beeinflusst. 

Auf der Ertragsseite rechnet die Gemeinde mit 186 Millionen Franken. Steuereinnahmen in der Höhe von 128 Millionen Franken werden erwartet, was einer Zunahme von 4,4 Millionen Franken gegenüber dem letztjährigen Budget entspricht. «Die geplanten Steuereinnahmen können als vorsichtig optimistisch qualifiziert werden», sagt Finanzvorsteherin Sylvie Sieger, «denn sie basieren auf der Hochrechnung der Steuereinnahmen aus dem Jahr 2019 mit der Annahme, dass die Steuereinnahmen im Jahre 2020 ähnlich hoch anfallen werden.» Am Steuerfuss rütteln will die Gemeinde nicht. Nachdem er vor einem Jahr um 3 Prozent angehoben worden ist, soll er dieses Jahr bei 85 Prozent bleiben. 

Die grossen Kostenblöcke für die geplanten Investitionen im Verwaltungsvermögen sind die Sanierung des Schwimmbads Fohrbach und Bauten in der Schulanlage Rüterwis. Folgen werden diese aber erst in den Jahren ab 2022 haben, wie die Gemeinde schreibt. Über den Planungskredit in der Höhe von 1,5 Millionen Franken wird an der Gemeindeversammlung im nächsten März abgestimmt. Für 2020 sind Gesamtinvestitionen im Finanz- und im Verwaltungsvermögen in der Höhe von 13,9 Millionen Franken geplant. In den Finanzausgleich wird Zollikon 54,2 Millionen Franken einbezahlen müssen – dieser Posten ist somit weiterhin der grösste im Budget. Er entspricht einem Plus von 0,6 Millionen Franken. 

Verschuldung sinkt

Die finanzpolitischen Ziele würden gemäss der rollenden Finanzplanung weitestgehend eingehalten, hält der Gemeinderat fest. Es resultiere einzig eine kleine Nettozinsbelastung. Für die Nettoschuld hat die Behörde eine Bandbreite von plus/minus 30 Millionen Franken festgelegt. Dieses Zielband solle bis zum Budget 2021 erreicht werden. Die aktuelle Nettoverschuldung pro Einwohner beträgt Ende 2018 neu 310 Franken, was einer geringen Verschuldung entspreche. Insgesamt ergebe dies eine Nettoschuld von 4 Millionen Franken. Im Finanzplan wird für 2021 noch eine Nettoschuld von 1,8 Millionen Franken erwartet. Sylvie Sieger stuft den budgetierten Ertragsüberschuss sehr positiv ein. «Es darf aber kein Übermut aufkommen», warnt die Gemeinderätin. Mit dem geplanten guten Ergebnis könne die bestehende Nettoschuld abgebaut werden, damit die zukünftige Finanzlage der Gemeinde gesichert sei. 

Schülerzahlen stiegen erneut

Die Schule schreibt zu ihrem Budget, dass sich dieses auf dem Niveau des Vorjahres bewege. Dies, obschon die Schülerzahlen erneut angestiegen seien und neue Klassen hätten gebildet werden müssen. In den wenigen Bereichen, in denen die Schulpflege Einfluss nehmen konnte, habe sie sehr kostenbewusst budgetiert. «Und dank der neuen zentralen Kindergartenräume im Rüterwis konnten die Unterhaltskosten der Schulliegenschaften gesenkt werden», erklärt Schulpflegepräsidentin Corinne Hoss-Blatter. Auch die Weiterbildungskosten im ICT-Bereich wurden verringert und auf mehrere Jahre verteilt sowie die Musikschultarife erhöht. Zudem fallen die Kosten weg, welche zur Einführung des Lehrplans 21 in den Jahren 2018 und 2019 aufgewendet wurden. (mmw)

Gemeindeversammlung Zollikon: Mittwoch, 27. November, 19.45 Uhr, Gemeindesaal.

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