47/2015 Im Rüterwis herrscht Freude

Von adminZoZuBo ‒ 19. November 2015

Im Rüterwis herrscht Freude

Der Spatenstich erfolgt im Sommer 2016, bezugsbereit wird die Erweiterung der Schulanlage Rüterwis im Herbst 2017 sein.

Anfang Woche lud die Schulpflege zu einem Informationsabend zur Erweiterung der Schulanlage Rüterwis. Vertreterinnen und Vertreter der Schule und des Architektenteams erläuterten das Projekt und seinen aktuellen Stand und beantworteten offene Fragen.

Mehr als 30 Interessierte fanden sich vergangenen Montagabend im Aufenthaltsraum des Betreuungshauses Rüterwis ein und wurden von Schulpflegepräsidentin und Gemeinderätin Corinne Hoss herzlich begrüsst. Nebst Beat Albonico, Schulleiter Rüterwis, und Michael Gohl, Schulleiter Musikschule, waren auch Vertretende der Schulpflege sowie die Architekten anwesend. Rolf Nimmrichter, in der Schulpflege Vorstand der Liegenschaften, skizzierte den Ablauf des Projekts und gab Auskunft zum momentanen Stand der Dinge. Im Herbst vor zwei Jahren stimmte die Bevölkerung an der Urne den Krediten für Sanierung und Ausbau der Schulanlage Rüterwis mit deutlicher Mehrheit zu. Es folgte eine Stimmrechtsbeschwerde, die sowohl in erster Instanz vom Bezirksrat Meilen als auch vom Verwaltungsgericht des Kantons Zürichs abgewiesen wurde. Diese zog eine Verzögerung von etwa einem halben Jahr mit sich – im März 2014 konnte mit der Bauprojektplanung offiziell begonnen werden. Das seit den 1970er-Jahren benutzte Provisorium soll durch einen zweigeschossigen Neubau ersetzt werden und Platz für sechs moderne Kindergärten im Erdgeschoss bieten. Im Obergeschoss werden für die Musikschule acht Unterrichtszimmer und fünf weitere Gruppenräume für die Mehrfachnutzung gebaut. Der Lehrertrakt soll den heutigen Bedürfnissen angepasst werden. Ein für die Planung zuständiges Team wurde gegründet, erste Abklärungen zu den Anforderungen der Feuerpolizei und an die Hindernisfreiheit wurden durchgeführt, ein Kostenvoranschlag von den Behörden gutgeheissen, danach konnte die Baueingabe im November erfolgen. Die Provisorien für die Primar- und die Musikschulen wurden bereits im Sommer dieses Jahres bewilligt, ein reibungsloser Schulbetrieb wird während des Umbaus also gewährleistet sein. Die Räumlichkeiten für den Klassenunterricht in der Primarschule, die schulischen Zusatzangebote und die Betreuungseinrichtungen liegen in unmittelbarer Nähe zueinander. Diese Nähe ist aus pädagogischen, betrieblichen und auch ökonomischen Gründen sinnvoll und bietet allen grosse Vorteile.

Hindernisfreiheit als bauliche Herausforderung

Beat Albonico beleuchtete die aktuelle Situation der Schule: Kindergärten, die unter eine kritische Klassengrösse fallen, können seit der Gesetzesänderung, mit der die Kindergärten Teil der Volksschule wurden und das Volksschulamt die Kindergartenlehrstellen bestimmt, nicht mehr betrieben werden. Es gebe ständige Zuteilungsprobleme. Der Schulleiter sieht im Projekt mannigfaltige Chancen: Die Individualität und Intimität der Kindergärten könne damit nicht nur gewahrt werden, es könne auch die Zusammenarbeit mit der Primarschule erhöhen und die Identität der Schule insgesamt stärken. Überdies könne aktuell bei einzelnen peripheren Kindergärten das Maximum an Sicherheit nicht mehr gewährleistet werden. «Freude herrscht!», meint Michael Gohl. Seit 15 Jahren hoffe er auf bessere Räumlichkeiten. Der bestehende Pavillon sei im Winter eiskalt, im Sommer sehr heiss. Wenn es regne, tropfe es durch die Decke und zudem höre man alles, was im Nachbarzimmer vor sich gehe. Ihn freue das Projekt sehr, die Musikschülerinnen und -schüler und auch die Musiklehrpersonen würden davon profitieren. Aschliessend erläuterte Architekt Christoph Gschwind das Bauprojekt anhand verschiedener Pläne: «Eine grosse Herausforderung war die Hindernisfreiheit, das natürliche Gelände ist abfallend und das Gebäude übernimmt diese Stufen.» Doch mit den leicht abfallenden Rampen wird die Hindernisfreiheit gewährleistet werden. Ein weiterer Plan zeigte die sechs «Häuser» im Stil von Reihenhäusern, die jedem Kindergarten eine eigene Adresse ermöglichen. Nach der Projektpräsentation wurde das Wort dem Publikum übergeben. Die Anwesenden wollten nicht nur wissen, was mit den Liegenschaften der aufzulösenden Kindergärten passiere (die Gemeindeversammlung wird über den Verkauf oder die Abgabe im Baurecht der einzelnen Liegenschaften entscheiden können) oder über die Transportmöglichkeiten der Kinder informiert werden (dass die Kinder von ihren Eltern mit dem Auto zur Schule gefahren werden, ist zu vermeiden, und der Sicherheit der Fussgänger wird im Bereich der Rosengartenstrasse Beachtung geschenkt), sondern sie interessierten sich auch für die Regelung der Spielzonen der Kindergärten (es wird einen gemeinsamen Aussenraum für alle Kindergärten geben sowie verschiedene Spielzonen, die durch die Gestaltung der Bodenbeläge den einzelnen Kindergärten zugewiesen sind). Nebst der Beantwortung offener Fragen wurde auch klar, dass alles nach Plan zu laufen scheint: Der Spatenstich wird im Sommer des nächsten Jahres erfolgen, bezugsbereit soll die bauliche Erweiterung, deren Lebensdauer auf ungefähr 60 Jahre geschätzt wird, im Herbst 2017 sein. (ft)

 

 

 

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