13/2016 Der Wassberg-Garten wird zum Skulpturenpark

Von adminZoZuBo ‒ 1. April 2016

Der Wassberg-Garten wird zum Skulpturenpark

Noch bis Ende September stellen 13 Schweizer Künstlerinnen und Künstler ihre Skulpturen im Garten des Hotels Wassberg auf der Forch aus. Der Zumiker Holzkünstler André Becchio hat mit Thomas Joerger die grosse Skulpturen-Ausstellung zusammengestellt.

Die «Liebeserklärung» von Beat John ist eigentlich eine Liebeserklärung an den schönen Garten des Hotels Wassberg. Das filigrane Kunstwerk aus verzinktem, pulverbeschichtetem Stahl steht vor dem Abhang, der den Blick auf Greifensee und Zürcher Oberland freigibt. Die «Liebeserklärung» ist das bisher einzige Kunstwerk, das reserviert ist. Alle anderen 33 Objekte sind noch verfügbar. Das gilt für «Koppernikus», den steinernen Hund von Susan Kopp, ebenso wie für die «Lion Queen», eine elegante Skulptur aus Zedernholz von Marcel Max Bernet. Susan Kopp ist anwesend, und man fragt sich, weshalb die zierliche Frau sich mit einem so archaischen Material wie Stein beschäftigt. Einem Material, das sie aber auch leicht und locker bearbeitet, wie im Objekt «Dreierlei», das drei Kühe darstellt, die auch einzeln erworben werden können. Die Künstler arbeiten mit ganz unterschiedlichen Materialien: Das Spektrum reicht von Holz über Stahl und Eisen, Terracotta, Zement, Acryl, Beton und Stein bis zu leuchtenden Stäben aus durchgefärbtem Glas. Und Tinu Schüpbach stellt «Drehbar», «Sitzbar» und «Flugbar» aus, Objekte aus Bauholz eines Bauernhauses und Teilen von Eggen und Achsen aus Stahl. Objekte, die man buchstäblich «be-sitzen» kann.

Auch Zumiker Künstler anwesend

Kurator André Becchio freut sich über den grossen Besucheraufmarsch an der Vernissage und das grosse Interesse an der Ausstellung. Er hatte letztes Jahr zusammen mit dem Erlenbacher Ko-Kurator Thomas Joerger Objekte auf dem Wassberg ausgestellt, und die beiden wurden danach angefragt, ob sie diese Ausstellung organisieren könnten. Auch Kerstin Gornowski, die Hoteldirektorin, ist sehr angetan vom Anlass. «Ich bin sehr happy, das ist ein gelungener Anlass für alle. Die zwei Kuratoren haben eine tolle Ausstellung zusammengestellt», lautet ihr Resümee. Auch der Zumiker Künstler Andi Rämi geniesst die Ausstellung. Er sieht interessante Objekte und freut sich für die Künstler, dass so viele Interessierte gekommen sind. Andi Rämi hat momentan keine Ausstellung, aber eine kleine, schöpferische Pause tue auch ganz gut, meint er. Und in seinem Garten in Zumikon habe er ja seine kleine Privatausstellung.

Abgestorbene Äste als Mahnmal

Interessant und elegant präsentiert sich auch das Werk «Schichtung» von Gabriel Mazenauer. Das Objekt aus oxydiertem Eisen wirkt wie ein Fächer. «Flüchtlinge» von Monika Schudel hätte den ersten Preis für die beste Platzierung verdient. Die abgestorbenen Eichenäste auf Metall sind auf einem leicht abfallenden Wiesenhang platziert und wirken dort wie ein eindrückliches Mahnmal für das Elend, vor dem wir gerne die Augen verschliessen. Ja, die Platzierungen hätten schon Diskussionsstoff geboten, bestätigt André Becchio. Aber der Garten sei ja prädestiniert für eine Ausstellung dieser Art. Letztendlich finde man für jedes Objekt den Platz, an dem es optimal zur Geltung komme. Von den Möglichkeiten des Gartens ist auch Werner Huber überzeugt. Der Zumiker Künstler, der seit einiger Zeit in Egg lebt, stellte schon mehrmals in der Milchhütte aus. Und er war jahrelang für die genialen Bühnenbilder des Dorftheaters Zumikon verantwortlich, die man jeweils als Kunstwerke bezeichnen konnte. (wn)

 

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