31/2016 Ein Museum der ganz besonderen Art

Von adminZoZuBo ‒ 5. August 2016

Ein Museum der ganz besonderen Art

 

 

Am Mittwoch vor einer Woche bot Diakonisse Schwester Margrit im Rahmen der Sommerkulturtage der reformierten Kirche eine Führung durch das von ihr aufgebaute Diakonie-Museum im Zollikerberg an. Das Interesse war so gross, dass die Führung in zwei Gruppen aufgeteilt wurde. Verständlich: Das Museum wurde mit viel Liebe zum Detail aufgebaut und nun wird es ebenso engagiert Interessierten gezeigt. Ein Besuch ist mehr als lohnenswert.

Das Interesse war so gross, dass die Führung in zwei Gruppen aufgeteilt wurde. Verständlich: Das Museum wurde mit viel Liebe zum Detail aufgebaut und nun wird es ebenso engagiert Interessierten gezeigt. Ein Besuch ist mehr als lohnenswert. Obschon das Museum in der Residenz Neumünster Park bereits im November 2014 seine Tore geöffnet hat, wissen viele nicht, was die alte Stube des heutigen Wohn- und Pflegehauses Magnolia beherbergt. Schwester Margrit Muther, ehemalige Oberin, hat das Museum eigenhändig aufgebaut: «Ich habe mir schon seit Jahren ein Museum gewünscht und wollte eigentlich noch während meiner Amtszeit eines eröffnen, es lag aber zeitlich nicht drin.» Dank Unterstützung verschiedenster Seite zeigt der schönste Raum des ganzen Hauses nun die Geschichte der Krankenpflege, der Diakonie und der Entwicklung von der Kranken- und Diakonissenanstalt Neumünster in Zürich bis zum Diakoniewerk Neumünster im Zollikerberg. «Insbesondere das 19. Jahrhundert finde ich aufgrund der fundamentalen Veränderungen, die während dieser Zeit geschahen, enorm spannend und wichtig und ich bin während meiner Unterrichtstätigkeit auch immer wieder darauf eingegangen», erklärt Schwester Margrit. Schautafeln aus dem medizinhistorischen Museum Zürich informieren über diese Zeit. Das medizinhistorische Museum habe immer wieder einmal angefragt, ob es einzelne Stücke für eine eigene Ausstellung ausleihen dürfe. Als diese dann zu Ende ging, fragte Schwester Margrit jeweils an, was denn mit den Informationstafeln geschehe. Auf die Antwort hin, dass diese zuerst gelagert und dann aller Wahrscheinlichkeit nach weggeworfen würden, war ihr klar: Die Tafeln würden fortan in «ihrem» Museum hängen.

Die Geschichte des Diakoniewerkes Zollikerberg wird eindrücklich erklärt, altes medizinisches Zubehör ist in gläsernen Schaukästen ausgestellt, Blutdruckmess- und Bluttransfusionsgeräte, Dampfsterilisatoren und Inhalationsgeräte werden gezeigt. Bilder aus einer grossen Sammlung der Schweizerischen Ausstellung für Frauenarbeit SAFFA hängen an der Wand, ein Bildschirm strahlt einen Diakonie-Werbefilm, der eigens für die Landi 1939 gedreht wurde, aus. Sofa und Stühle, ein Schrank und eine Uhr aus verschiedenen Epochen des letzten Jahrhunderts gehören ebenso zur Ausstellung wie die Puppe, die die frühere Diakonissentracht trägt. Das noch weitgehend unbekannte Museum im Diakoniewerk Neumünster im Zollikerberg ist nicht nur ein wahres Bijou, es ist auch ein wahrer Geheimtipp. (ft)

 

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