Zumiker wird Weltmeister

Von Joël J. Meyer ‒ 14. September 2023

Andrin Gulich und Roman Röösli erkämpfen einen historischen Sieg an den Ruderweltmeisterschaften in Serbien.

Die Goldmedaillisten Roman Röösli (l.) und Andrin Gulich bei ihrer Siegerehrung in Belgrad. (Bild: Swiss Rowing, Detlev Seyb)
Die Goldmedaillisten Roman Röösli (l.) und Andrin Gulich bei ihrer Siegerehrung in Belgrad. (Bild: Swiss Rowing, Detlev Seyb)

Im vergangenen Mai sicherten sie sich den Europameistertitel, seit dem 9. September sind sie Weltmeister: Andrin Gulich aus Zumikon und sein Bootspartner Roman Röösli rudern weiter auf ihrer Erfolgswelle. Die beiden Athleten gewannen letzten Samstag an der Ruder-WM in der serbischen Hauptstadt Belgrad Gold im «Zweier ohne Steuermann». Ein historischer Sieg, zumal es für die Schweiz der erste Weltmeistertitel in dieser Kategorie ist. Trotz ungünstiger Windverhältnisse und einem holprigen Start nahmen Andrin Gulich und Roman Röösli mit ihrem Boot Fahrt auf, überholten ihre Gegner und setzten zum Endspurt an, um mit einem bemerkenswerten Vorsprung von 2,37 Sekunden gegenüber Grossbritannien ins Ziel zu fahren.

Für beide Ruderer ist mit dem WM-Titel ein Traum in Erfüllung gegangen. Der jüngste Sieg in Belgrad ist die Krönung ihrer hart erkämpften Errungenschaften dieser Ruder­saison, ihrer Erfolgsgeschichte: ­Zusammen standen sie bei jeder Weltcup-Regatta auf dem Podest, gewannen im Gesamtweltcup, holten Gold an den Europameisterschaften im slowenischen Bled und kamen nun als Sieger zurück aus Belgrad. Als frischer Weltmeister freut sich Andrin Gulich, nicht nur einen Sieg für die Schweiz, sondern auch für seine Heimatgemeinde erzielt zu haben: «So stolz ich bin, wenn ich die Nationalhymne singe, so stolz fühle ich mich auch als Zumiker.»

Volle Fahrt nach Paris

Stolz auf die Weltmeister ist auch der Zumiker Gemeindepräsident Stefan Bührer: «Ich hatte am Tag des Wettkampfs eine sehr volle Agenda, fand aber glücklicherweise noch eine Terminlücke, um das Rennen live sehen zu können. Einfach nur grossartig!» Auf ihren Lorbeeren ausruhen wollen die Ruderer aber keinesfalls, denn ihr nächstes Ziel ist schon in Sicht: die Olympischen Spiele 2024 in Paris. «Wir sind voller Hoffnung auf den Olympiasieg, wissen aber, dass es extrem anspruchsvoll und kompetitiv wird», sagt Andrin Gulich. «Unser Motto ist deshalb, immer der Jäger zu bleiben, nicht der Gejagte zu werden.» Bis Olympia im nächsten Sommer haben die beiden Bootspartner noch etliche Vorbereitungswettkämpfe, drei Weltcups und eine weitere Europameisterschaft zu bestreiten. Nach ihrer Rückkehr aus Serbien geniessen die Ruderer bis Ende Monat aber erst mal eine längere Pause. Eine erholsame Zeit ist ihnen mehr als gegönnt.

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